Lynas Rare Earths Aktie: Wachsende Bedenken!
Die Rally der Lynas-Aktie wirkt beeindruckend – doch hinter den Kulissen häufen sich die Stolpersteine. Bell Potter Securities stuft den Seltene-Erden-Produzenten auf „Sell“ und verweist auf hohe Umsetzungsrisiken und operative Probleme. Entscheidend ist jetzt, ob das Unternehmen die Produktion wieder stabil in den Griff bekommt.
Analyst warnt vor Umsetzungsrisiken
Bell-Potter-Analyst Christopher Watt hat diese Woche eine Verkaufsempfehlung für Lynas ausgesprochen. Seine Begründung: Trotz strategisch guter Positionierung im Seltene-Erden-Markt blieben die Ausführungsrisiken aus seiner Sicht erhöht.
Als Beispiel nennt Watt die starke Schwankungsbreite der Aktie: Von 6,89 AUD im Februar 2025 ging es bis auf 21,64 AUD im Oktober 2025, bevor der Kurs bis Mitte Februar wieder auf rund 15,92 AUD zurückfiel. Für einkommensorientierte Anleger kommt hinzu: Dividenden zahlt das Unternehmen bisher nicht.
Produktion schwächelt – Stromprobleme als Auslöser
Der vorsichtige Blick hängt auch mit anhaltenden Problemen in der Kalgoorlie-Verarbeitungsanlage in Westaustralien zusammen. Seit November 2025 kam es dort zu Störungen in der Stromversorgung. Das führte zu deutlichen Produktionsausfällen bei gemischtem Seltene-Erden-Carbonat – in der Größenordnung von etwa einem Monat der Quartalsproduktion.
Im Dezemberquartal (Q2 GJ 2026) sank die Gesamtproduktion an Rare Earth Oxides (REO) laut Unternehmensangaben auf 2.382 Tonnen. Das entspricht einem Rückgang von rund 40% gegenüber dem Vorquartal. Die Produktion von Neodym und Praseodym (NdPr) fiel im Quartalsvergleich um etwa 30% auf 1.404 Tonnen.
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Gleichzeitig meldete Lynas für Q2 GJ 2026 einen Bruttoumsatz von 201,9 Mio. AUD – ein Plus von 43% gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Treiber war vor allem der deutlich höhere Durchschnittspreis über alle Seltene-Erden-Produkte hinweg: 85,60 AUD je Kilogramm nach 49,20 AUD ein Jahr zuvor. Höhere Preise konnten die geringeren Mengen damit zumindest beim Umsatz überdecken.
Kurs bei 16 AUD ausgebremst, Bewertung im Blick
An der Börse tut sich die Aktie zuletzt schwer, über die Marke von 16,00 AUD hinauszukommen. Nach Angaben von The Bull rutschte das Papier am 17. Februar um 5,52% auf 15,05 AUD ab – der zweite gescheiterte Versuch in kurzer Zeit, diese Schwelle zu überwinden. Der 50-Tage-EMA liegt bei etwa 14,80 AUD; der Kurs bewegte sich zuletzt nur knapp darüber.
Auch die Bewertung steht zur Diskussion: Eine Simply-Wall-St-Analyse von gestern verweist auf ein im Branchenvergleich erhöhtes Kurs-Gewinn-Verhältnis. Zudem wird daran erinnert, dass Macquarie Research die Aktie bereits im Januar 2025 von „Outperform“ auf „Neutral“ abgestuft hatte – mit dem Hinweis auf damals bereits anspruchsvolle Multiplikatoren.
Unverändert bleibt allerdings der politische Rückenwind als Thema: Lynas gilt als größter Seltene-Erden-Produzent außerhalb Chinas und steht damit weiter im Fokus westlicher Staaten, die Lieferketten breiter aufstellen wollen.
Zum Wochenausklang notierte die Aktie am Donnerstag bei 15,71 AUD und legte in der Sitzung um 1,3% zu. Der nächste entscheidende Punkt bleibt operativ: Ob Lynas nach den Kalgoorlie-Ausfällen im laufenden Quartal wieder höhere und stabilere Produktionsmengen liefern kann.
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