ServiceNow zieht bei Anlegern wieder Aufmerksamkeit auf sich – nicht wegen neuer Zahlen, sondern wegen auffälliger Insider-Schritte. Gleich fünf Top-Manager haben ihre vorab festgelegten Aktienverkaufspläne gestrichen. Gleichzeitig kündigte CEO Bill McDermott einen Aktienkauf im Volumen von 3 Millionen Dollar an. Was steckt hinter dieser ungewöhnlich geschlossenen Aktion?

  • Fünf Führungskräfte beenden ihre Rule-10b5-1-Verkaufspläne
  • CEO-Kauf geplant: 3 Mio. US-Dollar
  • Geplanter Termin: 27. Februar
  • Rückenwind aus dem Unternehmen: zusätzliches 5 Mrd. US-Dollar-Aktienrückkaufprogramm

Fünf 10b5-1-Pläne beendet

Laut einer gestern eingereichten SEC-Mitteilung (Form 8-K) haben gleich mehrere Mitglieder der Unternehmensspitze ihre Rule-10b5-1-Handelspläne beendet. Konkret betrifft das CEO und Chairman William R. McDermott, CFO Gina Mastantuono, Vice Chairman Nicholas Tzitzon, Chief People and AI Enablement Officer Jacqueline Canney sowie Special Counsel Russell Elmer.

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Diese Pläne dienen normalerweise dazu, Aktienverkäufe automatisiert und im Voraus festzulegen. So lassen sich Verkäufe planbar umsetzen, ohne dass jede Transaktion als Reaktion auf kurzfristige Nachrichten interpretiert wird. Dass gleich fünf Personen diese Programme gleichzeitig stoppen, ist zumindest eine klare Abweichung vom üblichen Muster.

CEO will am 27. Februar kaufen

Zusätzlich zum Stopp der geplanten Verkäufe hat McDermott einen Aktienkauf angekündigt: Er will am 27. Februar ServiceNow-Aktien im Wert von 3 Millionen US-Dollar erwerben. Die Vereinbarung wurde bereits am 13. Februar unterzeichnet. Gekauft werden soll zum dann gültigen Marktpreis über einen Broker.

Die SEC-Unterlagen nennen auch den Grund für das Datum: Es ist der frühestmögliche Zeitpunkt, an dem McDermott Unternehmensaktien kaufen kann, ohne unter die Regeln zur sogenannten „Short-Swing“-Gewinnabschöpfung nach Section 16 des Börsengesetzes zu fallen. Die Transaktion soll anschließend wie vorgeschrieben über ein Form-4-Dokument gemeldet werden.

Software-Sektor schwach, Rückkäufe laufen

Die Insider-Schritte fallen in eine Phase, in der der Software-Sektor zuletzt deutlich unter Druck stand. Auch die Aktie hat sich von ihrem 52‑Wochen-Hoch bei 211,48 US-Dollar weit entfernt und bewegte sich zuletzt eher um 105 US-Dollar. Als Belastungsfaktor nennt der Bericht eine Neubewertung von Software-Bewertungen, auch vor dem Hintergrund von Sorgen über KI-bedingte Veränderungen bei klassischen Software-Geschäftsmodellen.

Operativ hatte ServiceNow Ende Januar seine Zahlen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr 2025 vorgelegt. Der Quartalsumsatz lag bei 3,57 Mrd. US-Dollar, im Gesamtjahr bei 13,28 Mrd. US-Dollar. Beim Gewinn je Aktie übertraf das Unternehmen die Erwartungen knapp: 0,92 US-Dollar gegenüber 0,89 US-Dollar Konsens.

Parallel dazu hatte der Vorstand – ebenfalls zusammen mit den Quartalszahlen – zusätzliche 5 Mrd. US-Dollar für Aktienrückkäufe genehmigt. Zudem wurde ein beschleunigtes Rückkaufprogramm über 2 Mrd. US-Dollar umgesetzt.

Zum nächsten konkreten Termin wird es am 27. Februar spannend: Dann soll der 3-Millionen-Dollar-Kauf des CEOs erfolgen – und wird anschließend über die Pflichtmeldung bei der SEC offiziell sichtbar.

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