ServiceNow Aktie: Partner-Offensive
ServiceNow setzt im umkämpften Enterprise-AI-Markt auf strategische Allianzen. Am 11. Februar 2026 gab der Workflow-Spezialist eine Partnerschaft mit der Unternehmensberatung Kearney bekannt. Gemeinsam wollen beide Unternehmen KI-gesteuerte Automatisierungslösungen im Enterprise-Segment ausrollen. Die Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Aktie massiv unter Druck steht – der Titel verlor allein gestern 5,54 Prozent auf 100,58 Dollar.
Was die Kearney-Kooperation bringt
Die Partnerschaft verbindet Kearneys Beratungsexpertise mit der ServiceNow AI Platform. Ziel ist es, Geschäftsprozesse in Vertrieb, Operations und Service zu vereinheitlichen und durch agentic AI zu beschleunigen. Das Angebot konzentriert sich auf drei Bereiche: schnellere Fehlerbehandlung, optimierte Prozessabläufe und durchgängige Orchestrierung durch KI-gestützte Automation.
In einem ersten Projekt konnte ein IT-Kunde seine Betriebskosten laut Kearney um über 30 Prozent senken. Gleichzeitig wurde die Einführung digitaler Mitarbeiter und agentic AI in den IT-Services beschleunigt.
Aktie im Abwärtssog der SaaS-Krise
Die ServiceNow-Aktie kämpft seit Wochen mit erheblichem Gegenwind. Nach dem gestrigen Handelstag notiert der Titel bei 100,58 Dollar – weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 211,48 Dollar. Das 52-Wochen-Tief wurde kürzlich bei 98,00 Dollar markiert.
Hintergrund ist die sogenannte "SaaSpocalypse": Eine Verkaufswelle erfasste Software-Werte, nachdem Anthropic KI-gestützte Rechtstools vorstellte. Die Sorge: Traditionelle Software-Geschäftsmodelle könnten durch generative KI unter Druck geraten.
Analysten bleiben optimistisch
Trotz der Kursverluste halten mehrere Analystenhäuser an ihrer positiven Einschätzung fest. Needham & Company bekräftigte am 5. Februar das "Buy"-Rating mit Kursziel 155 Dollar. Jefferies senkte das Ziel von 230 auf 175 Dollar, empfiehlt die Aktie aber weiter zum Kauf.
Goldman Sachs nahm ServiceNow am 2. Februar in die US Conviction List auf. Die Analysten trauen dem Unternehmen bis 2029 ein organisches Wachstum von 20 Prozent jährlich zu – getrieben durch Expansion in neue Geschäftsbereiche.
Solide Q4-Zahlen und Übernahmen
Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 vom 28. Januar zeigten intaktes Wachstum: Der Gesamtumsatz legte um 20,5 Prozent auf 3,6 Milliarden Dollar zu, Abo-Erlöse stiegen um 21 Prozent auf 3,5 Milliarden Dollar. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen kletterten um 26,5 Prozent auf 28,2 Milliarden Dollar.
Zudem kündigte ServiceNow ein erweitertes Rückkaufprogramm über 5 Milliarden Dollar an – davon sollen 2 Milliarden Dollar beschleunigt zurückgekauft werden.
Die Übernahme von Moveworks wurde im Dezember 2025 abgeschlossen. Zwei weitere Deals stehen bevor: Armis soll die Cybersecurity-Expertise stärken, Veza die Workflow-Fähigkeiten erweitern. Beide Transaktionen werden in der ersten Jahreshälfte 2026 erwartet.
Wie es weitergeht
Das Management peilt für 2026 ein Abo-Umsatzwachstum von 20,5 bis 21 Prozent an. Partnerschaften mit Fiserv und Panasonic Avionics sollen dabei helfen, neue Branchen zu erschließen. Morgan Stanley bezeichnete den jüngsten Software-Ausverkauf als "weitgehend undifferenziert" – fundamentale Unterschiede zwischen Geschäftsmodellen seien kaum berücksichtigt worden.
Kennzahlen im Überblick:
- Schlusskurs (11. Feb): 100,58 USD
- Tagesveränderung: -5,54%
- 52-Wochen-Hoch: 211,48 USD
- 52-Wochen-Tief: 98,00 USD
- Marktkapitalisierung: ~106 Mrd. USD
- Q4 2025 Umsatz: 3,6 Mrd. USD
- Q4 Umsatzwachstum (YoY): 20,5%
ServiceNow-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue ServiceNow-Analyse vom 12. Februar liefert die Antwort:
Die neusten ServiceNow-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für ServiceNow-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 12. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
ServiceNow: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








