Die Aktie von ServiceNow hat ein schwieriges Jahr hinter sich und verlor seit Januar über 26 Prozent an Wert. Doch das Management reagiert nicht mit Rückzug, sondern mit Expansion: Neue Übernahmen und Produktstarts sollen beweisen, dass der Softwarekonzern im Zeitalter autonomer KI nicht zum alten Eisen gehört.

Strategische Erweiterung statt Sparprogramm

ServiceNow treibt seine KI-Strategie massiv voran. Jüngster Baustein ist die Übernahme des Startups Traceloop für bis zu 80 Millionen US-Dollar. Dessen Technologie soll in den sogenannten "AI Control Tower" integriert werden – ein zentrales Dashboard, mit dem Unternehmen ihre KI-Systeme überwachen und steuern können. Dies zielt auf den wachsenden Bedarf an Governance und Sicherheit ab, sobald KI-Modelle den Pilotstatus verlassen.

Parallel dazu werden die Früchte der 2,85 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme von Moveworks sichtbar. Mit den neuen Produkten "Autonomous Workforce" und "EmployeeWorks" will ServiceNow weg von reinen Chatbots hin zu "agentischer KI". Diese Systeme sollen Aufgaben im Unternehmensumfeld eigenständig und systemübergreifend erledigen, statt nur Informationen zu liefern. Erste Großkunden wie Siemens Healthineers nutzen die Technologie bereits.

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Die Zahlen stimmen, der Kurs nicht

Trotz des Kursverfalls von über 44 Prozent auf Sicht von 52 Wochen sind die fundamentalen Daten robust. Der Umsatz stieg im letzten Quartal um 21 Prozent auf 3,57 Milliarden US-Dollar, während der freie Cashflow bei starken 2,03 Milliarden US-Dollar lag. Um den Aktienkurs zu stützen, genehmigte das Board zudem ein Rückkaufprogramm über 5 Milliarden US-Dollar.

Verantwortlich für den Kursrutsch sind vor allem Sorgen vor einer "SaaSpocalypse". Investoren befürchten, dass autonome KI-Agenten traditionelle, platzbasierte Software-Abonnements (SaaS) überflüssig machen könnten. ServiceNow hält mit seiner Strategie dagegen: Komplexe Unternehmensprozesse benötigen Jahre für eine Umstellung, was etablierten Anbietern Zeit verschafft, ihre Plattformen anzupassen.

Bewertung deutlich korrigiert

Durch den Kursrückgang hat sich die Bewertung der Aktie drastisch verändert. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) fiel von einem 12-Monats-Durchschnitt von über 112 auf aktuell rund 64,6. Das Forward-KGV, das künftige Gewinnerwartungen einbezieht, liegt sogar bei nur noch 25.

Das Unternehmen setzt darauf, dass "Governance" – also die kontrollierte und sichere Ausführung von KI-Befehlen – der entscheidende Wettbewerbsvorteil bleibt. Mit einem Auftragsbestand von 13 Milliarden Dollar und der neuen Produktpalette im Rücken muss ServiceNow im weiteren Verlauf des Jahres 2026 beweisen, dass die neuen KI-Agenten nicht nur technisch funktionieren, sondern auch monetarisiert werden können.

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