Die Aktie von ServiceNow kennt seit Monaten nur eine Richtung: abwärts. Doch während der Kurs unter Druck steht, holt das Management operativ zum Gegenschlag aus. Mit zwei neuen Produkten für eine autonome Belegschaft will der Softwarekonzern die Unternehmensautomatisierung neu definieren und die Diskrepanz zwischen Börsenbewertung und operativem Wachstum schließen.

Agenten statt Assistenten

ServiceNow stellte heute mit „Autonomous Workforce“ und „EmployeeWorks“ seine neuesten KI-Lösungen vor. Der strategische Schwenk ist deutlich: Es geht nicht mehr um einfache Chatbots, sondern um KI-Agenten, die komplette Berufsrollen ausfüllen. Der sogenannte „Level 1 Service Desk Specialist“ soll laut Unternehmensangaben über 90 Prozent der IT-Anfragen völlig autonom bearbeiten – und das schneller als jeder menschliche Mitarbeiter.

Ergänzt wird dies durch „EmployeeWorks“, das auf der Technologie des für 2,85 Milliarden Dollar übernommenen Startups Moveworks basiert. Diese Plattform bündelt Suchfunktionen und Workflows, um Mitarbeiteranfragen über verschiedene Systeme hinweg automatisch zu lösen. Während EmployeeWorks bereits verfügbar ist, soll der erste vollautonome KI-Spezialist im zweiten Quartal 2026 breit ausgerollt werden.

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Paradoxe Bewertungssituation

Diese technologische Offensive trifft auf eine ungewöhnliche Marktlage. Die ServiceNow-Aktie verzeichnet auf Jahressicht ein Minus von rund 40 Prozent, obwohl die fundamentalen Daten eine andere Sprache sprechen. Im vierten Quartal 2025 stieg der Abonnementumsatz um 21 Prozent auf 3,47 Milliarden Dollar. Noch wichtiger für die Zukunft: Der Bestand an vertraglich gesicherten Umsätzen (cRPO) wuchs um 25 Prozent auf 12,85 Milliarden Dollar.

Das Unternehmen wächst also profitabel weiter, während der Aktienkurs die Skepsis der Anleger widerspiegelt. Um diesem Trend entgegenzuwirken, setzt das Management nicht nur auf Produktinnovationen, sondern auch auf massive Aktienrückkäufe. Neben einem beschleunigten Rückkaufprogramm über zwei Milliarden Dollar genehmigte der Vorstand weitere fünf Milliarden Dollar für den Erwerb eigener Anteile.

Ausblick und Ziele

Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert ServiceNow einen Abonnementumsatz von rund 15,5 Milliarden Dollar, was einem währungsbereinigten Wachstum von etwa 20 Prozent entspricht. Das ambitionierte Ziel des Managements ist es, allein mit den neuen KI-Produkten in diesem Jahr über eine Milliarde Dollar Umsatz zu generieren.

Der Erfolg dieser Strategie hängt nun davon ab, ob die neuen KI-Agenten im realen Einsatz die versprochene Effizienz liefern. Gelingt die Implementierung bei den Großkunden, wandelt sich ServiceNow vom reinen Workflow-Optimierer zum Anbieter digitaler Arbeitskräfte. Mit der breiten Verfügbarkeit der Technologie im zweiten Quartal 2026 wird sich zeigen, ob die aktuelle Bewertungslücke gerechtfertigt ist oder eine Übertreibung des Marktes darstellt.

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