Der Softwarekonzern ServiceNow glänzt operativ mit starken Zahlen und positioniert sich als zentraler Profiteur der KI-Revolution. Hinter den Kulissen sorgt nun allerdings ein handfester Rechtsstreit für Unruhe. Ein langjähriger Vertriebsmitarbeiter verklagt das Unternehmen auf die Auszahlung von Provisionen in Hunderttausenderhöhe und wirft dem Management vor, Zielvorgaben nachträglich manipuliert zu haben.

Streit um nachträgliche Quoten

Im Zentrum der juristischen Auseinandersetzung steht Jorge Costa, ein Vertriebsleiter für den öffentlichen Sektor in Washington, D.C., der seit 13 Jahren für das Unternehmen tätig ist. Er fordert vor Gericht rund 762.000 US-Dollar. Die Summe entspricht dem Doppelten der Provisionen, die ihm laut eigener Aussage für den Abschluss zweier Großaufträge im Wert von über 27 Millionen US-Dollar in den Jahren 2024 und 2025 zustehen.

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Laut Klageschrift blockierte das Management die Auszahlung mit der Begründung, Costa habe seine Quoten zu stark übererfüllt. Ihm sei nahegelegt worden, einer rückwirkenden Verdopplung seiner Zielvorgaben zuzustimmen, was seine Provision deutlich geschmälert hätte. Costa weigerte sich, die geänderten Papiere zu unterzeichnen. ServiceNow weist die Vorwürfe zurück und strebt an, den Fall unter Berufung auf den Arbeitsvertrag aus dem Jahr 2012 aus den Gerichten in ein Schiedsverfahren zu verlagern.

Starke Zahlen treffen auf Marktskepsis

Der interne Konflikt fällt in eine Phase, in der das Unternehmen auf operativer Ebene eigentlich Stärke demonstriert. Im vierten Quartal 2025 übertraf ServiceNow mit einem Umsatz von 3,57 Milliarden US-Dollar und einem Gewinn je Aktie von 0,92 US-Dollar die Erwartungen der Wall Street. Auch der Ausblick auf das laufende erste Quartal 2026 fällt mit einem prognostizierten Umsatzwachstum von 22 Prozent auf 3,7 Milliarden US-Dollar robust aus. Der Konzern treibt zudem die Integration künstlicher Intelligenz in seine Plattform offensiv voran und meldet eine hohe Nachfrage nach seinen neuen KI-gestützten Modulen.

Allerdings spiegelt der Aktienkurs diese fundamentale Stärke derzeit nicht wider. Seit Jahresbeginn hat das Papier bis Ende März rund 31,5 Prozent an Wert verloren. Verantwortlich für den Kursrutsch sind vor allem branchenweite Sorgen von Investoren, dass neue KI-Technologien traditionelle Software-Geschäftsmodelle langfristig stören könnten.

Trotz des jüngsten Abverkaufs und der negativen Schlagzeilen durch die Klage bewertet der Markt das Unternehmen weiterhin mit gut 109 Milliarden US-Dollar. Mehrere Analysten und institutionelle Investoren haben ihre Positionen im ersten Quartal 2026 sogar ausgebaut oder die Aktie hochgestuft, was auf ein anhaltendes Vertrauen in die langfristige KI-Strategie des Softwareanbieters hindeutet.

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