Ein enttäuschender Margenausblick hat die Papiere von Süss MicroTec in den vergangenen Tagen deutlich unter Druck gesetzt. Während viele Anleger nach den gesenkten Zielen für 2026 den Rückzug antraten, stellen sich namhafte Analysten nun schützend vor den Halbleiterausrüster. Die Experten werten den strategischen Umbau als notwendigen Schritt für eine spätere Erholung.

Hohe Investitionen belasten 2026

Der Auslöser für den jüngsten Kursverlust von gut 15 Prozent auf Wochensicht war die neue Jahresprognose. Das Management erwartet für das Geschäftsjahr 2026 lediglich eine operative Marge (EBIT) zwischen 8 und 10 Prozent. Marktbeobachter hatten im Vorfeld mit durchschnittlich 11,6 Prozent gerechnet.

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Verantwortlich für den Rückgang sind massiv steigende Ausgaben für Forschung und Entwicklung, die von neun auf elf Prozent des Umsatzes klettern sollen. Allein in den Bau eines neuen Entwicklungszentrums in Deutschland fließen bis zu 45 Millionen Euro. Um diese Investitionsoffensive abzusichern und bestehende Verbindlichkeiten abzulösen, hat das Unternehmen zeitgleich einen neuen Konsortialkredit über 115 Millionen Euro abgeschlossen.

Experten blicken auf 2027

Unter Branchenexperten wird der Margenrückgang überwiegend als temporäres Phänomen gewertet. Die Deutsche Bank hob ihr Kursziel nach dem Kursrutsch sogar von 58 auf 62 Euro an und belässt die Einstufung auf "Buy". Analyst Michael Kuhn bezeichnet den Reset der Erwartungen als begrüßenswert, da das Management das laufende Jahr ohnehin frühzeitig als Übergangsjahr deklariert hatte.

Auch Häuser wie Jefferies und das Bankhaus Metzler verweisen auf intakte Auftragstrends. Sie erwarten ab 2027 eine deutliche Profitabilitätssteigerung durch neue Produkte und eine erweiterte Produktion in Asien. Entsprechend positiv fällt das Gesamtbild aus: Aktuell stehen zehn Kaufempfehlungen lediglich einem einzigen Verkaufsrat gegenüber.

Der nächste Härtetest für die aktuelle Bewertung bei 50,20 Euro steht bereits fest. Am 7. Mai 2026 wird Süss MicroTec die Bilanz für das erste Quartal vorlegen. Hierbei werden Marktteilnehmer ihren Fokus primär auf die Entwicklung des Auftragseingangs richten, um die Thesen der optimistischen Analysten zu überprüfen.

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