ServiceNow legte am Montag mehr als 6% zu — während der breite Technologiesektor nachgab. Ein starkes Signal, das allerdings nicht darüber hinwegtäuschen sollte, dass die Aktie charttechnisch noch erheblich angeschlagen ist.

Warum die Aktie so stark gefallen war

Der Auslöser für den monatelangen Kursrückgang war kein schwaches Quartal. Laut Reuters verloren Softwareaktien insgesamt fast eine Billion Dollar an Marktwert, nachdem Anthropic KI-Plugins für seinen Claude-Agenten vorgestellt hatte. Die Sorge: KI könnte Aufgaben automatisieren, die bislang klassische Softwarelösungen übernehmen — und damit das Geschäftsmodell ganzer Kategorien unter Druck setzen. ServiceNow wurde in diese Neubewertung hineingezogen, obwohl die eigenen Ergebnisse und der Ausblick solide blieben.

Das Unternehmen steigerte den Umsatz 2025 um 20,9% auf 13,3 Milliarden Dollar. Das operative Ergebnis kletterte um 43,2% auf 2,0 Milliarden Dollar, der freie Cashflow erreichte 4,6 Milliarden Dollar — eine Marge von 34,5%. Für 2026 erwartet das Management ein Wachstum bei den Abonnementerlösen von rund 19,5% bis 20,0% in konstanten Währungen.

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Charttechnik zeigt noch keine Trendwende

Trotz der heutigen Stärke bleibt das technische Bild belastet. Die Aktie notiert rund 7% unter dem 20-Tage-Durchschnitt und mehr als 23% unterhalb des 100-Tage-Durchschnitts. Seit dem Hoch bei 211,48 Dollar hat der Titel fast 34% verloren und liegt deutlich näher am 52-Wochen-Tief von 98 Dollar als an seinem Jahreshoch.

Der sogenannte Death Cross — der 50-Tage-Durchschnitt fiel im vergangenen August unter den 200-Tage-Durchschnitt — belastet Erholungsbewegungen typischerweise, solange die Aktie die wichtigen Trendlinien nicht zurückerobert. Der RSI liegt bei 32,6, knapp oberhalb der überverkauften Zone — ein Hinweis, dass der Verkaufsdruck nachlässt, aber noch kein klares Kaufsignal.

Der erste nennenswerte Widerstand liegt bei rund 111 Dollar, wo Verkäufer in der Vergangenheit bereits aktiv wurden. Ob die aktuelle Bewegung mehr ist als ein technisches Aufbäumen, wird sich daran zeigen, ob die Aktie die Unterstützung bei 99 Dollar halten kann.

Zwei Termine rücken in den Fokus

Am 29. April 2026 nach Börsenschluss veröffentlicht ServiceNow seine Quartalszahlen für Q1 2026 — Analysten erwarten einen Umsatz von 3,74 Milliarden Dollar. Kurz darauf, vom 5. bis 7. Mai, findet in Las Vegas die jährliche Nutzerkonferenz „Knowledge 2026" statt, die das Unternehmen traditionell für Produktankündigungen und Partnerschaftsmeldungen nutzt. Beide Termine dürften entscheidend dafür sein, ob die heutige Erholung Bestand hat oder lediglich eine kurzfristige Gegenbewegung bleibt.

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