ServiceNow Aktie: Markterwartungen neutral
ServiceNow steckt mitten in einer der ambitioniertesten KI-Transformationen im Unternehmensbereich — und trotzdem hat die Aktie in den vergangenen drei Monaten rund 34% verloren. Starke Quartalszahlen, neue Produkte, ein milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm: Die Fundamentaldaten erzählen eine andere Geschichte als der Kursverlauf.
Agentic AI: Was hinter dem Schlagwort steckt
Mit dem Launch von „Autonomous Workforce" hat ServiceNow KI-Spezialisten vorgestellt, die eigenständig IT-Aufgaben übernehmen — von Passwortzurücksetzungen bis zur Netzwerkdiagnose, rund um die Uhr. Intern bearbeitet das System bereits über 90% der IT-Anfragen der eigenen Mitarbeiter, mit einer Bearbeitungsgeschwindigkeit, die laut Unternehmensangaben 99% schneller ist als menschliche Agenten.
Zwei Monate nach dem Abschluss der Moveworks-Übernahme brachte ServiceNow außerdem „EmployeeWorks" auf den Markt. Die Plattform verknüpft konversationelle KI mit Enterprise-Workflows und richtet sich an knapp 200 Millionen Beschäftigte weltweit. Verfügbar ist sie direkt in Teams, Slack oder im Browser.
Solide Zahlen, nervöse Anleger
Die Q4-Ergebnisse für 2025 lieferten wenig Anlass zur Kritik. Der Gesamtumsatz stieg um 20,5% auf 3,57 Milliarden Dollar, der Subscription-Umsatz wuchs um 21% auf 3,47 Milliarden Dollar. Die verbleibenden Leistungsverpflichtungen (cRPO) kletterten auf 12,85 Milliarden Dollar — ein Plus von 25% gegenüber dem Vorjahr und ein Indikator für die Auftragslage. Der freie Cashflow für das Gesamtjahr 2025 belief sich auf 4,6 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 34%.
Für 2026 erwartet das Unternehmen Subscription-Erlöse zwischen 15,53 und 15,57 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von rund 20% entspräche. Gleichzeitig kündigte ServiceNow ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 5 Milliarden Dollar an.
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Trotzdem steht die Aktie unter Druck. Anleger sind unsicher, wie stark KI-Wettbewerber das Geschäftsmodell langfristig herausfordern könnten. Die Investmentbank Jefferies hat sich klar positioniert: ServiceNow werde durch diese Sorgen ungerechtfertigt abgestraft. Institutionelle Investoren halten weiterhin rund 88% der Anteile — ein Zeichen, dass das Vertrauen großer Anleger intakt ist. CEO Bill McDermott kaufte zuletzt Aktien im Wert von 3 Millionen Dollar hinzu.
Telekommunikation als neues Einsatzfeld
Auf dem Mobile World Congress in Barcelona präsentierten ServiceNow, NTT DOCOMO und StarHub gemeinsam ein Modell für automatisiertes Roaming-Management zwischen Mobilfunkanbietern. Reisende sollen künftig schneller und zuverlässiger verbunden bleiben, weil Störungen trägerübergreifend in Echtzeit erkannt und behoben werden. DOCOMO arbeitet bereits seit 2021 mit ServiceNow zusammen und konnte Nachtschichten im Support durch Automatisierung vollständig eliminieren.
Dass Telekommunikationsvertreter im Schnitt nur 44% ihrer Arbeitszeit tatsächlich für Kundenprobleme aufwenden — weil sie zwischen isolierten Systemen wechseln müssen — zeigt, wie groß das Optimierungspotenzial ist, das ServiceNow hier adressiert.
Der nächste konkrete Prüfstein für die Aktie ist der Quartalsbericht am 22. April 2026. Dann wird sich zeigen, ob das KI-Produktportfolio bereits messbare Wachstumsimpulse liefert — und ob das den Kurs aus seiner aktuellen Schwächephase herausführt.
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