Nach einer langen Durststrecke keimt bei Fiserv wieder Hoffnung auf. Der Einstieg des aktivistischen Investors Jana Partners sorgte am Dienstag für einen kräftigen Kurssprung von fast 7 Prozent. Doch reicht der geforderte Strategiewechsel aus, um das Fintech-Unternehmen nach dem massiven Absturz im letzten Jahr wieder in die Spur zu bringen?

Strategische Neuausrichtung im Visier

Jana Partners hat sich laut Medienberichten signifikant bei Fiserv eingekauft und drängt nun auf Veränderungen zur Steigerung des Unternehmenswertes. Der Investor fordert eine umfassende strategische Überprüfung und zieht dabei auch den Verkauf von Randbereichen in Betracht. Ziel ist eine stärkere Konzentration auf die Kerntechnologie für die Bankenabwicklung. Bemerkenswert ist dabei die Unterstützung für den amtierenden CEO Mike Lyons: Jana Partners stellt sich hinter dessen Pläne, die operative Ausführung zu verbessern und den Vorstand neu aufzustellen.

Ein Unternehmenssprecher bestätigte Gespräche mit verschiedenen Aktionären, darunter auch Jana Partners, und verwies auf den laufenden "One Fiserv"-Aktionsplan.

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Schwere Monate liegen zurück

Der externe Druck kommt zu einem kritischen Zeitpunkt. Die Aktie steht seit Oktober 2025 massiv unter Druck, nachdem ein enttäuschender Quartalsbericht den Kurs damals halbierte. Im Zentrum der Probleme steht die Zahlungsabwicklungssparte Clover. Vorwürfe überhöhter Gebühren und rechtliche Auseinandersetzungen bezüglich angeblich irreführender Wachstumsprognosen haben das Vertrauen der Anleger tief erschüttert.

Zwar übertrafen die am 10. Februar veröffentlichten Zahlen für das vierte Quartal die Umsatzerwartungen leicht, doch zeigte sich eine Schwäche im Einzelhandels- und Gastronomiegeschäft. Für das Geschäftsjahr 2026 stellt das Management ein organisches Wachstum von lediglich 1 bis 3 Prozent sowie einen Gewinn je Aktie zwischen 8,00 und 8,30 US-Dollar in Aussicht.

Analysten bleiben skeptisch

Die Reaktion der Experten auf die jüngsten Zahlen und den Ausblick fiel verhalten aus. Mehrere Analysehäuser, darunter Morgan Stanley und UBS, senkten ihre Kursziele teils deutlich auf Werte zwischen 64 und 75 US-Dollar. Auch der Start der neuen Echtzeit-Abwicklungsplattform INDX für digitale Vermögenswerte konnte die Stimmung zunächst nicht nachhaltig drehen.

Mit einem Schlusskurs von 63,45 US-Dollar am Dienstag konnte die Aktie durch den Einstieg des Investors zumindest kurzfristig Boden gutmachen. Der Erfolg des Turnarounds hängt nun maßgeblich davon ab, ob das Management die geforderte Fokussierung auf das Kerngeschäft zügig umsetzen und die Wachstumsdynamik wiederbeleben kann.

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