Der Software-Sektor erlebt derzeit schwere Zeiten, da Investoren fürchten, Künstliche Intelligenz könnte etablierte Geschäftsmodelle überflüssig machen. Während viele Branchengrößen massive Verluste hinnehmen müssen, schwimmt ServiceNow plötzlich gegen den Strom. Große Wall-Street-Banken positionieren sich nun neu und erkennen in dem Unternehmen eine unerwartete Widerstandsfähigkeit gegenüber der KI-Disruption.

Schutzgraben gegen die Konkurrenz

In den vergangenen vier Wochen verzeichnete das Papier ein Plus von 5,5 Prozent, während der breite Markt und konkurrierende IT-Dienstleister im Minus notierten. Diese Entwicklung markiert eine bemerkenswerte Wende. Seit Jahresbeginn hatte der Titel im Zuge des branchenweiten Ausverkaufs noch rund ein Viertel seines Wertes eingebüßt.

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Analysten von JPMorgan liefern die Begründung für das plötzliche Aufatmen: Sie stufen den Konzern als "KI-resistent" ein. Das System fungiert als Bindeglied in komplexen Unternehmensnetzwerken und steuert jährlich über 80 Milliarden Arbeitsabläufe. Diese tief verankerte Infrastruktur und die enormen Datenmengen lassen sich von reinen KI-Modellen, die bei der zuverlässigen Ausführung von Aufgaben oft noch Schwächen zeigen, nicht einfach ersetzen. Auch das Analysehaus Jefferies sieht die Aktie im Zuge der allgemeinen KI-Panik als zu Unrecht abgestraft an.

Frischer Rückenwind durch Upgrades

Diese robuste Marktposition ruft nun weitere Optimisten auf den Plan. Zu Wochenbeginn hob BNP Paribas die Bewertung von "Neutral" auf "Outperform" an und schraubte das Kursziel von 120 auf 140 US-Dollar nach oben. Der zuständige Analyst Stefan Slowinski begründet den Schritt mit drei zentralen Faktoren: einer stabilen Geschäftsentwicklung, glaubhafter Monetarisierung von KI-Funktionen und gesunden Margen.

Die fundamentalen Daten stützen diese Einschätzung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 kletterte der Umsatz um knapp 21 Prozent auf 13,28 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig verzeichnete das Unternehmen einen deutlichen Anstieg bei den monatlich aktiven Nutzern sowie ein wachsendes Transaktionsvolumen. Die Bruttomarge liegt bei komfortablen 77,5 Prozent.

Am 29. April 2026 wird ServiceNow die Ergebnisse für das erste Quartal vorlegen. Dann muss das Management belegen, ob das von Analysten erwartete organische Umsatzwachstum von rund 20 Prozent für das laufende Jahr tatsächlich realisierbar ist. Die anstehenden Zahlen liefern den nächsten konkreten Prüfstein für die von der Wall Street ausgerufene KI-Resistenz.

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