ServiceNow Aktie: Wachstum trifft Bewertungs-Reset
Während der Aktienkurs von ServiceNow im vergangenen Jahr deutlich Federn lassen musste, drückt das Management operativ aufs Tempo. Mit milliardenschweren Übernahmen im Cybersecurity-Sektor und einer vertieften Partnerschaft mit Nvidia baut der Softwarekonzern sein KI-Ökosystem zügig aus. Die Diskrepanz zwischen sinkender Bewertung und starkem operativen Wachstum ruft nun sogar den eigenen CEO auf den Plan.
Sicherheit für autonome KI
Pünktlich zum Start der RSA-Sicherheitskonferenz am heutigen Montag rückt ServiceNow den Schutz autonomer Arbeitsabläufe in den Fokus. Das Unternehmen will KI-Prozesse nicht nur steuern, sondern diese auch tiefgreifend absichern. Dafür greift der Konzern tief in die Tasche: Neben der kürzlich abgeschlossenen Übernahme des Identitätsmanagers Veza kündigte ServiceNow den Kauf von Armis für rund 7,75 Milliarden US-Dollar an.
Gleichzeitig treibt eine Kooperation mit Nvidia die technologische Basis voran. Auf der vergangene Woche beendeten GTC-Konferenz präsentierten beide Unternehmen eine Lösung, um KI-Agenten streng nach internen Unternehmensrichtlinien zu überwachen. Ziel ist es, Künstliche Intelligenz von einer reinen Denkleistung in ein kontrolliertes, sicheres Handeln innerhalb der Firmenarchitektur zu überführen.
Bewertungs-Reset lockt Insider
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Operativ zahlt sich die Ausrichtung auf Künstliche Intelligenz bereits aus. Die generative KI-Suite "Now Assist" erreichte Ende 2025 ein jährliches Vertragsvolumen von 600 Millionen US-Dollar und steuert für das laufende Jahr die Milliardenmarke an. Auch das gesamte Umsatzwachstum lag 2025 bei robusten 21 Prozent.
An der Börse spiegelt sich diese fundamentale Stärke aktuell nicht wider. Der gesamte Softwaresektor durchläuft eine Phase, in der Investoren die extrem hohen Bewertungen der Vergangenheit kritisch hinterfragen. Infolgedessen fiel das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis von ServiceNow seit Ende 2024 von rund 70 auf nun etwa 26. Der Kurs verlor auf Zwölfmonatssicht 31 Prozent.
Dieser Bewertungsrückgang blieb in der Chefetage nicht unbemerkt. CEO Bill McDermott investierte Ende Februar über drei Millionen US-Dollar in eigene Aktien. Flankiert wird dieses Signal des Vertrauens von handfesten Kapitalmaßnahmen: Nach einem Aktiensplit im Dezember startete das Unternehmen im Januar ein beschleunigtes Aktienrückkaufprogramm über zwei Milliarden US-Dollar. Weitere fünf Milliarden US-Dollar für zukünftige Rückkäufe sind bereits genehmigt.
Mit dem geplanten Abschluss der Armis-Übernahme in der zweiten Jahreshälfte 2026 steht der nächste große strukturelle Meilenstein bereits fest. ServiceNow positioniert sich damit zunehmend als Komplettanbieter, der operative Arbeitsabläufe und die dazugehörige Sicherheitsarchitektur aus einer Hand liefert. Die Kombination aus deutlich gesunkener Bewertung, aggressiven Aktienrückkäufen und der Expansion in den Cybersecurity-Markt schafft eine völlig neue Ausgangslage für den Softwaretitel.
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