ServiceNow Aktie: Milliarden gegen KI-Sorgen
Der Softwaresektor leidet unter anhaltendem Verkaufsdruck, getrieben von der Sorge, dass Künstliche Intelligenz klassische SaaS-Modelle überflüssig macht. Auch ServiceNow spürt diese Skepsis und notiert auf Jahressicht über 30 Prozent im Minus. Ein Blick auf die jüngsten Geschäftszahlen und die aggressiven Aktienrückkäufe des Managements zeichnet allerdings ein völlig anderes Bild der operativen Realität.
Diskrepanz zwischen Kurs und Geschäft
Der jüngste Kursrutsch auf das aktuelle Niveau zwischen 109 und 113 US-Dollar spiegelt keine fundamentale Schwäche wider. Im Gegenteil: Das Unternehmen übertraf zuletzt die Erwartungen bei Umsatz und Gewinn deutlich. Die noch zu realisierenden Umsätze (cRPO) kletterten um 25 Prozent auf 12,85 Milliarden US-Dollar. Gleichzeitig stieg der freie Cashflow um 34 Prozent auf 4,6 Milliarden US-Dollar. Der Markt ignoriert diese Stärke derzeit weitgehend und fokussiert sich stattdessen auf das theoretische Risiko durch KI-Disruption.
Kritiker argumentieren, dass KI-Tools die Zahl der benötigten Software-Lizenzen reduzieren und unternehmensinterne Eigenentwicklungen erleichtern könnten. Zudem bestehe die Gefahr, dass große Sprachmodelle (LLMs) die klassische Software-Ebene komplett umgehen.
Die Wall Street hält dagegen
Prominente Stimmen an der Wall Street widersprechen diesem pessimistischen Szenario mittlerweile vehement. Investoren wie Bill Gurley warnen öffentlich vor einer KI-Infrastruktur-Blase und sehen in den abgestraften SaaS-Titeln attraktive Einstiegschancen. Analysten betonen zudem die strukturelle Widerstandsfähigkeit von ServiceNow. Das System ist tief in die Arbeitsabläufe der Kunden integriert und verknüpft IT, Personalwesen sowie Kundenservice. Da Künstliche Intelligenz zwingend strukturierte Daten benötigt, dürfte die Bedeutung solcher zentralen Plattformen eher zu- als abnehmen.
Tatsächlich generieren die eigenen KI-Produkte des Unternehmens bereits handfeste Erlöse. Die "Now Assist"-Suite erreichte am Ende des letzten Quartals einen jährlichen Vertragswert von 600 Millionen US-Dollar. Bis Jahresende soll dieser Bereich die Milliardenmarke knacken und trug zuletzt maßgeblich zu einem 40-prozentigen Wachstum bei Großabschlüssen bei.
Management setzt ein massives Zeichen
Um der aus Sicht der Führungsetage ungerechtfertigten Bewertungskomprimierung entgegenzuwirken, greift das Management nun tief in die Tasche. Nach Rückkäufen von knapp 600 Millionen US-Dollar im vierten Quartal wurde im Januar ein neues Aktienrückkaufprogramm über 5 Milliarden US-Dollar autorisiert. Davon sollen 2 Milliarden US-Dollar beschleunigt umgesetzt werden. Zusätzlich kaufte CEO Bill McDermott Anfang März 2026 privat Aktien im Wert von 3 Millionen US-Dollar.
Das überdurchschnittliche Handelsvolumen von fast 19 Millionen Aktien am heutigen Montag unterstreicht die intensive Neubewertung des Titels durch institutionelle Anleger. Mit einer klaren Prognose von 15,5 Milliarden US-Dollar an Abonnementeinnahmen und einer operativen Marge von 32 Prozent für das Jahr 2026 untermauert ServiceNow seinen Wachstumskurs. Die massiven Insiderkäufe und Kapitalmaßnahmen bilden nun ein starkes Gegengewicht zu den branchenweiten KI-Sorgen.
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