Der Kursrutsch nach den Jahreszahlen hat gesessen. Nicht weil das Tagesgeschäft entgleist wäre, sondern weil der Ausblick beim Cloud-Wachstum die Latte der Erwartungen riss. Spannend ist jetzt vor allem eines: Reichen Insiderkäufe und ein Milliarden-Rückkaufprogramm, um den Vertrauensverlust am Markt zu bremsen?

Ausblick bremst – nicht die Zahlen

Der Auslöser für die heftige Reaktion lag im Detail der Prognose. Der währungsbereinigte Zuwachs beim Current Cloud Backlog fiel mit 25% geringer aus als vom Markt erwartet – und war damit das langsamste Tempo seit neun Quartalen. Auch die Prognose für das Cloud-Geschäft 2026 blieb unter den Analystenerwartungen.

Die Jahreszahlen selbst wirkten dagegen solide: Der Cloud-Umsatz stieg 2025 währungsbereinigt um 26% auf 21 Mrd. Euro, der gesamte Cloud-Auftragsbestand legte um 30% auf 77,3 Mrd. Euro zu. CEO Christian Klein betonte zudem, dass SAP Business AI im vierten Quartal bereits in zwei Dritteln der Cloud-Aufträge enthalten gewesen sei.

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Insiderkäufe und Rückkauf als Signal

Unmittelbar nach dem Kurseinbruch griffen Vorstandsmitglieder zu. Finanzvorstand Dominik Asam kaufte am 30. Januar 6.000 Aktien zu durchschnittlich 169,18 Euro (Volumen: über 1 Mio. Euro). Sebastian Steinhäuser erwarb bereits am 29. Januar 2.009 Aktien zu 173,96 Euro. Solche meldepflichtigen Käufe werden am Markt häufig als Vertrauenssignal interpretiert.

Parallel kündigte der Konzern ein neues Aktienrückkaufprogramm an: Über zwei Jahre sollen eigene Aktien im Wert von bis zu 10 Mrd. Euro zurückgekauft werden.

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
- Cloud-Umsatz 2025: 21 Mrd. Euro (+26% währungsbereinigt)
- Cloud-Backlog 2025: 77,3 Mrd. Euro (+30%)
- Current Cloud Backlog: +25% (währungsbereinigt, unter Erwartungen)
- Aktienrückkauf: bis zu 10 Mrd. Euro über 2 Jahre
- Insiderkäufe: Asam 6.000 Aktien, Steinhäuser 2.009 Aktien

Blick nach vorn: Das erwartet SAP für 2026

Für 2026 stellt SAP laut Reuters ein Cloud-Umsatzwachstum von 23 bis 25% (bei konstanten Wechselkursen) in Aussicht. Der Produktumsatz aus Cloud-Software und klassischen Lizenzen soll währungsbereinigt um 12 bis 13% zulegen. Genau an dieser Messlatte dürfte sich die Aktie kurzfristig orientieren – denn nach dem Rücksetzer liegt der Kurs heute bei 175,10 Euro, während die Aktie in den vergangenen 12 Monaten rund 33,9% verloren hat.

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