SAP Aktie: Knifflige Ausgangslage!
SAP lieferte das beste Jahresergebnis seiner Unternehmensgeschichte – und stürzte dennoch ab. Am 29. Januar 2026 verlor die Aktie bis zu 17 Prozent, der stärkste Tagesverlust seit Oktober 2020. Der Grund: Eine einzige Kennzahl verfehlte die Erwartungen der Analysten knapp.
Die wichtigsten Fakten:
- Current Cloud Backlog wuchs um 25% statt erwarteter 26%
- Cloud-Umsatz stieg um 26% auf 21 Milliarden Euro
- Operativer Gewinn kletterte um 31%, IFRS-Gewinn verdoppelte sich
- 10 Milliarden Euro schweres Aktienrückkaufprogramm angekündigt
- DAX verlor 2,1% – SAP drückte Index um über einen Prozentpunkt
Ein Prozent machte den Unterschied
Der Current Cloud Backlog – vertraglich gesicherter Cloud-Umsatz für die kommenden zwölf Monate – verfehlte die Analystenschätzung minimal. SAP führt dies auf komplexe Großprojekte und gesetzlich vorgeschriebene Kündigungsklauseln bei öffentlichen Aufträgen zurück. Zusätzlich kündigte der Konzern an, dass das Wachstum dieser Kennzahl 2026 leicht nachlassen werde.
Für die Investoren war das Signal eindeutig: Die Wachstumsdynamik im Cloud-Geschäft könnte ihren Höhepunkt überschritten haben. Die Reaktion fiel entsprechend heftig aus.
Starke Zahlen blieben unbeachtet
Dabei übertraf SAP seine eigenen Prognosen deutlich. Der Cloud-Umsatz wuchs währungsbereinigt um 26 Prozent auf 21 Milliarden Euro. Der Total Cloud Backlog – die Gesamtsumme aller Cloud-Verträge – legte um 30 Prozent auf 77,3 Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn stieg um 31 Prozent, der IFRS-Betriebsgewinn verdoppelte sich nahezu.
Das 10 Milliarden Euro schwere Aktienrückkaufprogramm über zwei Jahre sollte eigentlich Vertrauen signalisieren. Stattdessen interpretierten manche Marktteilnehmer es als Eingeständnis, dass organisches Wachstum schwieriger wird.
Software unter Druck
Der SAP-Absturz zog den gesamten Sektor mit. Dassault Systemes und Sage verloren ebenfalls deutlich. Investoren rotieren derzeit verstärkt in Halbleiterwerte, während bei klassischen Softwareanbietern Sorgen über disruptive KI-Effekte zunehmen.
Dabei setzt SAP selbst auf Künstliche Intelligenz: SAP Business AI war im vierten Quartal in zwei Dritteln aller Cloud-Vertragsabschlüsse enthalten. Zu den Neukunden zählten Lockheed Martin, Rolls-Royce und Dexco.
Prognose bleibt ambitioniert
Für 2026 peilt SAP ein Cloud-Umsatzwachstum zwischen 23 und 25 Prozent an. Nach der Kurskorrektur notiert die Aktie beim 52-Wochen-Tief. Die Bewertungsfrage wird sich letztlich daran entscheiden, ob SAP die hohen Wachstumsraten der vergangenen Jahre aufrechterhalten kann – oder ob die Messlatte mittlerweile zu hoch liegt.
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