RWE Aktie: Milliarden-Offensive
RWE drückt beim Umbau zum grünen Energiekonzern aufs Tempo. Binnen weniger Tage verkündete der DAX-Konzern gleich zwei Meilensteine: In Lingen entsteht der größte Batteriespeicher der Region, während Dänemarks größter Offshore-Windpark die finale Produktionslizenz erhielt. Die Investitionen summieren sich auf Milliardenhöhe.
Die wichtigsten Fakten:
- Batteriespeicher Lingen mit 400 MW Leistung startet
- Thor-Windpark (1,1 GW) erhält 30-jährige Lizenz
- 4 GW Gesamtzubau für 2026 geplant
- RWE betreibt bereits 19 Offshore-Windparks
Batteriespeicher für Netzstabilität
Am Standort Lingen in Niedersachsen errichtet RWE auf dem ehemaligen Dralon-Gelände einen Großbatteriespeicher mit 400 Megawatt Leistung. Die Anlage kann mindestens 800 Megawattstunden speichern und soll Strom innerhalb von Millisekunden ins Netz einspeisen oder aufnehmen. Die Investitionsentscheidung ist gefallen, 2028 soll die Anlage ans Netz gehen.
Die Technik zielt auf ein wachsendes Problem: Je mehr volatile Wind- und Solarenergie ins Netz fließt, desto wichtiger werden Pufferspeicher für Lastspitzen und Flauten. Der Lingener Speicher könnte bei maximaler Leistung mindestens zwei Stunden lang Strom liefern.
Dänemarks größter Windpark nimmt Gestalt an
Nur drei Tage zuvor hatte die dänische Energieagentur dem Offshore-Windpark Thor eine 30-jährige Produktionslizenz erteilt. Das Projekt 22 Kilometer vor der Westküste Jütlands wird mit über 1,1 Gigawatt Kapazität Dänemarks leistungsstärkster Offshore-Park. RWE hält 51 Prozent, die norwegische Zentralbank 49 Prozent.
Die Fundamente für alle 72 Turbinen stehen bereits, ebenso die Offshore-Unterstation. Im Frühjahr beginnt vom Hafen Esbjerg aus die Turbinenmontage. 2027 soll Thor vollständig in Betrieb gehen und Teil eines 4-Gigawatt-Zubauprogramms werden, das RWE für dieses Jahr angekündigt hat.
Nordsee-Fokus zahlt sich aus
Der Konzern positioniert sich gezielt in der Nordsee, wo die politischen Rahmenbedingungen günstig sind. Bei der jüngsten britischen Auktionsrunde AR7 sicherte sich RWE Mitte Januar Verträge für 6,9 Gigawatt Offshore-Kapazität. Gleichzeitig trennt sich das Unternehmen von weniger lukrativen Onshore-Windaktivitäten in Schweden.
Aktuell betreibt RWE 19 Offshore-Windparks in fünf Ländern mit einer Gesamtkapazität von 6,2 Gigawatt, wovon 3,3 Gigawatt auf den RWE-Anteil entfallen. Vier weitere Projekte befinden sich im Bau. Die Aktie notiert nahe ihrem 52-Wochen-Hoch und hat seit Jahresbeginn knapp 14 Prozent zugelegt.
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