SAP wagt sich in neues Terrain. Der Softwarekonzern aus Walldorf eröffnet in München einen Innovation Hub speziell für die Verteidigungsindustrie. Zeitgleich gründet das Unternehmen gemeinsam mit Microsoft und Ericsson die „Trusted Tech Alliance" – eine Kooperation, die Sicherheitstechnologie in Europa voranbringen soll. Die Botschaft ist klar: SAP will im lukrativen Verteidigungssektor Fuß fassen.

Die wichtigsten Fakten:

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  • Neuer Innovation Hub in München für Verteidigungstechnologie
  • Gründung der „Trusted Tech Alliance" mit Microsoft und Ericsson (15 Unternehmen insgesamt)
  • Fokus auf digitale Souveränität und kritische Infrastruktur
  • Parallel: Globaler S/4HANA-Rollout bei Röhlig Logistics

Münchner Standort als Tech-Schmiede

Der neue Hub in der bayerischen Landeshauptstadt soll Experten zusammenbringen und digitale Lösungen für den Verteidigungsbereich entwickeln. Im Zentrum stehen Anwendungen auf Basis der SAP Business Technology Platform, die den hohen Sicherheitsanforderungen von Behörden und Verteidigungsorganisationen genügen müssen. Die Ankündigung erfolgte bewusst im Rahmen der Münchner Sicherheitskonferenz – ein symbolträchtiger Zeitpunkt.

Allianz mit Microsoft und Ericsson

Die „Trusted Tech Alliance" geht über eine klassische Kooperation hinaus. 15 Technologieunternehmen wollen gemeinsam Standards etablieren, die besonders in sensiblen Bereichen wie kritischer Infrastruktur zum Einsatz kommen. Die Allianz unterstreicht, wie stark sich führende Konzerne inzwischen vernetzen, um westliche Sicherheitsinteressen technologisch abzusichern.

Timing mit Kalkül

SAPs Vorstoß kommt nicht überraschend. Der Verteidigungssektor bietet Zugang zu langfristigen, staatlich finanzierten Budgets – weniger konjunkturabhängig als das klassische Unternehmensgeschäft. Seit Jahresbeginn führt Dirk Häußermann die Geschäfte von SAP Deutschland und treibt offensichtlich die Erschließung neuer Märkte voran. Parallel meldet das Unternehmen operative Erfolge: Der IT-Dienstleister q.beyond koordiniert über seine Tochter logineer den weltweiten S/4HANA-Rollout beim Logistiker Röhlig Logistics.

Die Doppelstrategie – Kerngeschäft ausbauen, neue Sektoren erobern – könnte sich auszahlen. Die Aktie notiert bei 170,40 Euro und liegt damit gut 24 Prozent unter ihrem 200-Tage-Durchschnitt. Ob der Verteidigungsfokus mittelfristig Kursfantasie entfacht, dürfte auch davon abhängen, wie schnell SAP konkrete Aufträge aus dem Sektor vorweisen kann.

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