Die Machtverhältnisse im DAX haben sich verschoben. Siemens hat SAP als wertvollstes deutsches Börsenunternehmen abgelöst – ein symbolträchtiger Moment für den angeschlagenen Softwarekonzern.

Nach der Anhebung der Ergebnisprognose durch Siemens am Mittwoch kletterten die Papiere des Münchner Technologiekonzerns am Donnerstag zeitweise um bis zu 6,7 Prozent auf 274,30 Euro. Die Marktkapitalisierung stieg auf rund 219 Milliarden Euro. SAP kam zeitgleich nur auf etwa 211,5 Milliarden Euro, trotz eines leichten Kursanstiegs von knapp 2 Prozent auf 172,20 Euro.

Dramatischer Absturz seit 2025

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Seit Jahresbeginn hat die SAP-Aktie rund 17 Prozent an Wert verloren, während Siemens um 14 Prozent zulegte. Noch drastischer fällt der Vergleich zum Vorjahr aus. Seit ihrem Rekordstand vor einem Jahr hat die SAP-Aktie mehr als ein Drittel ihres Werts eingebüßt – ein beispielloser Absturz für den einstigen DAX-Champion.

Verantwortlich für den anhaltenden Kursdruck sind vor allem die Sorgen rund um Künstliche Intelligenz. Die Märkte zweifeln zunehmend daran, ob SAP seine Position im KI-getriebenen Softwaremarkt halten kann. Allein am Mittwoch knickte die Aktie im regulären Handel um 5,2 Prozent ein, bevor sie nachbörslich eine leichte Erholung um 0,7 Prozent verzeichnete.

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Siemens profitiert von starkem Quartal

Der neue DAX-Spitzenreiter Siemens überzeugte dagegen mit soliden Zahlen. Die entscheidende Gewinnkennziffer – das Ergebnis je Aktie vor bestimmten Kaufpreiseffekten – soll im Geschäftsjahr 2025/26 nun auf 10,70 bis 11,10 Euro steigen. Zuvor lag die Spanne bei 10,40 bis 11,00 Euro.

Daniela Costa von Goldman Sachs erwartet, dass der Ergebniskonsens für das Gesamtjahr im niedrigen einstelligen Prozentbereich steigen dürfte. RBC-Analyst Mark Fielding hob sein Kursziel von 245 auf 270 Euro an und lobte die stärkeren Margen in den Bereichen Digital Industries und Smart Infrastructure.

Für SAP bleibt die Lage angespannt. Während strategische Partner wie KPMG die Zusammenarbeit ausbauen – KPMG wurde kürzlich zum SAP Global Strategic Service Partner ernannt – hält sich die Börse zurück. Das Vertrauen der Anleger muss der Walldorfer Konzern erst mühsam zurückgewinnen.

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