SAP-Chef Christian Klein skizziert den nächsten großen Umbau des Konzerns — und der hat es in sich. Künftig soll nicht mehr die bloße Nutzung von Software abgerechnet werden, sondern deren messbare Ergebnisse. Eine tiefgreifende Änderung, die Klein als logische Konsequenz der KI-Transformation bezeichnet.

Zwei Drittel aller Neuverträge bereits mit KI

Der Ansatz hat eine konkrete Grundlage: Laut Klein enthalten bereits zwei Drittel aller neuen SAP-Verträge KI-Komponenten. Das Unternehmen positioniert sich dabei als offene Plattform, die mit allen relevanten KI-Modellen zusammenarbeitet. Das sogenannte Outcome-based Pricing soll den Mehrwert dieser Automatisierung direkt in Umsatz übersetzen — statt wie bisher über Lizenz- oder Subskriptionsgebühren.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei SAP?

Klein zieht dabei eine Parallele zur Cloud-Transformation: Auch damals reagierten die Märkte zunächst skeptisch, bevor sich langfristig Wert aufbaute. Diese Argumentation hat er offenbar nötig — die Aktie notiert rund 44 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 271,60 Euro und damit auch deutlich unterhalb des 200-Tage-Durchschnitts bei 210,80 Euro.

JPMorgan senkt Kursziel deutlich

Das Marktumfeld gibt dem CEO wenig Rückenwind. JPMorgan hat die Einstufung zuletzt von „Overweight" auf „Neutral" zurückgenommen und das Kursziel von 260 auf 175 Euro gesenkt — ein klares Signal, dass die Investmentbank die Bewertung neu justiert hat. Hintergrund ist ein schwaches erstes Quartal 2026, in dem der DAX insgesamt rund 7,4 Prozent verlor.

Charttechnisch liegt die nächste relevante Unterstützung bei rund 142 Euro. Ein Abrutschen darunter würde das Bild weiter eintrüben und könnte Kursziele im Bereich von 130 bis 120 Euro in den Blick rücken. Für eine Gegenbewegung bräuchte der Titel zunächst einen nachhaltigen Ausbruch über die Marke von 160 Euro — erst dann würde der Bereich um 182 Euro technisch erreichbar.

Das neue Preismodell ist strategisch schlüssig, aber seine Wirkung auf Umsatz und Marge wird sich erst in kommenden Quartalen zeigen. Bis dahin bleibt die Aktie zwischen Transformationsversprechen und Bewertungsdruck eingeklemmt.

SAP-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue SAP-Analyse vom 01. April liefert die Antwort:

Die neusten SAP-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für SAP-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 01. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

SAP: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...