Porsche AG Aktie: Wackelige Aussichten
CEO Michael Leiters hat rund 70 Tage nach seinem Amtsantritt die Grundzüge seiner „Strategie 2035" vorgestellt. Das Programm ist ambitioniert — und der Ausgangspunkt ernüchternd. Die operative Marge brach 2025 von 14,1 auf 1,1 Prozent ein, der operative Gewinn schrumpfte von 5,64 Milliarden Euro auf 413 Millionen Euro. Sonderbelastungen von 3,9 Milliarden Euro, darunter Restrukturierungskosten, Batterietechnologie-Abschreibungen und US-Zollbelastungen, hinterließen tiefe Spuren.
Weniger Volumen, mehr Marge
Das Kernprinzip der neuen Strategie heißt „Value over Volume": Margen vor Absatzzahlen. Besonders deutlich zeigt sich der Kurswechsel in China, wo die Auslieferungen 2025 um 26 Prozent auf 42.000 Einheiten einbrachen. Als Reaktion plant Leiters, das dortige Händlernetz bis Ende 2026 von 150 auf 80 Standorte zu halbieren.
Gleichzeitig verabschiedet sich Porsche von seinem Elektro-Absolutismus. Pläne für eine dedizierte EV-Plattform im nächsten Jahrzehnt werden auf Eis gelegt. Stattdessen kehren Verbrenner und Plug-in-Hybride in den Vordergrund zurück — auch bei den 718-Modellen und einem geplanten Luxus-SUV oberhalb des Cayenne. Dass die Taycan-Auslieferungen 2025 um 22 Prozent sanken, dürfte diese Kehrtwende beschleunigt haben.
Hypercar als nächster Schritt?
Leiters denkt bereits über das Bestehende hinaus. Er ließ verlauten, Porsche untersuche Modelle „oberhalb unserer heutigen zweitürigen Sportwagen als auch oberhalb des Cayenne". Ein Hypercar als Nachfolger des 918 Spyder oder ein Ultra-Luxus-SUV wären damit denkbar — Segmente mit strukturell höheren Margen, die das Profil der Marke schärfen würden.
Erholung auf Raten
Vollständig entlastet ist die Rechnung auch 2026 nicht. Finanzvorstand Jochen Breckner kündigte weitere Einmaleffekte „in hoher dreistelliger Millionenhöhe" an. Für das laufende Jahr erwartet Porsche eine operative Marge zwischen 5,5 und 7,5 Prozent bei einem Umsatz von rund 35 bis 36 Milliarden Euro — eine Erholung gegenüber dem Ausnahmejahr 2025, jedoch noch weit von früheren Spitzenwerten entfernt.
Die Aktie notiert rund 8,7 Prozent unterhalb ihres 200-Tage-Durchschnitts und spiegelt damit die Skepsis des Marktes wider. Am 29. April legt Porsche die Q1-Zahlen vor — dann zeigt sich, ob die Strategie bereits erste operative Spuren hinterlässt.
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