T1 Energy hat am 31. März die Jahreszahlen für 2025 vorgelegt — und das Bild ist gespalten. Auf der einen Seite steht eine Rekordproduktion im vierten Quartal, auf der anderen ein Nettoverlust von knapp 381 Millionen Dollar für das Gesamtjahr. Entscheidend für die Kursentwicklung dürfte jedoch etwas anderes sein: die noch offene Finanzierung des Flaggschiff-Projekts G2_Austin.

Operative Stärke, rote Zahlen

Im vierten Quartal 2025 produzierte T1 Energy 1,13 GW an Solarmodulen — ein Rekord für das Werk in Dallas. Der Umsatz erreichte mit 358,5 Millionen Dollar ebenfalls einen Höchststand. Für das Gesamtjahr lag die Produktion bei 2,79 GW, innerhalb der eigenen Prognose von 2,6 bis 3,0 GW.

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Trotzdem blieb der Jahresverlust mit 380,8 Millionen Dollar erheblich — wenngleich deutlich besser als die 450,2 Millionen Dollar Verlust im Vorjahr. Das Management erklärt die EBITDA-Verfehlung mit Einmaleffekten: einem Provisionsverzicht von 34 Millionen Dollar, regulatorisch bedingten Umsatzausfällen sowie 15 Millionen Dollar höheren Zollkosten als geplant.

G2_Austin: Bau läuft, 350 Millionen fehlen noch

Das Solarzellenwerk G2_Austin im texanischen Milam County ist das Herzstück der Wachstumsstrategie. Seit Baubeginn Mitte Dezember schreitet das Projekt planmäßig voran — im April soll die Stahlmontage beginnen, die Produktionsausrüstung wurde bereits bei Laplace Renewable Energy Technology in Auftrag gegeben.

Die erste Ausbaustufe zielt auf eine jährliche TOPCon-Kapazität von 2,1 GW und soll bis Ende 2026 die erste Zellproduktion aufnehmen. Das entspräche einer Kapazität, die die gesamte bisherige US-Siliziumzellproduktion übertrifft.

Offen ist allerdings die Finanzierung. Rund 350 Millionen Dollar fehlen noch für Phase 1. CEO Daniel Barcelo zeigte sich zuversichtlich, den Finanzierungsabschluss im April zu erreichen, und verwies auf laufende Gespräche mit mehreren Kapitalgebern. Teurere Optionen habe man bewusst abgelehnt.

Analysten halten die Stellung — Leerverkäufer auch

BTIG bestätigte nach den Quartalszahlen sein Kaufvotum mit einem Kursziel von 7,00 Dollar. Die Analysten hoben hervor, dass rund 3 GW der 2026er-Verkäufe durch Festpreis- oder Kostenplus-Verträge abgesichert sind. Gleichzeitig räumten sie ein, dass Zollunsicherheiten die Zwischenverkäufe während der G2-Bauphase belasten könnten.

Der Markt reagierte verhalten. Der Leerverkaufsanteil stieg zuletzt leicht auf 21,17 Prozent des Streubesitzes. Die Aktie notiert rund 32 Prozent unterhalb ihres 20-Tage-Durchschnitts — der kurzfristige Trend zeigt weiter nach unten, trotz eines Kursanstiegs von über 340 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten.

Ausblick: April wird richtungsweisend

T1 Energy hält an seiner Produktionsprognose für 2026 von 3,1 bis 4,2 GW fest. Für 2027 erwartet das Unternehmen nach Fertigstellung von G2_Austin Phase 1 einen annualisierten bereinigten EBITDA von 375 Millionen Dollar.

Ob dieser Pfad realistisch bleibt, entscheidet sich in den nächsten Wochen. Der Finanzierungsabschluss für die verbleibenden 350 Millionen Dollar ist für April geplant — parallel zum Start der Stahlmontage. Hinzu kommt ein mögliches Urteil im Section-232-Verfahren zu ausländischem Polysilizium, das die Wettbewerbsbedingungen für US-Solarhersteller grundlegend verändern könnte.

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