BioNTech steuert auf einen Termin zu, der mehr ist als nur ein Pflichtprogramm: Am 10. März legt das Unternehmen die Zahlen für Q4 und das Gesamtjahr 2025 vor. Gleichzeitig spitzt sich der Patentstreit mit Moderna zu – und im Hintergrund läuft der große Umbau hin zu einem Multi-Produkt-Onkologieanbieter. Wie gut diese Teile zusammenpassen, dürfte den Ton für die nächsten Monate setzen.

10. März: Zahlen und klare Leitplanken

Für Dienstag, den 10. März 2026, hat BioNTech die Veröffentlichung der Q4- und Gesamtjahreszahlen 2025 angekündigt – inklusive Telefonkonferenz und Webcast. Die Erwartungen treffen dabei auf ein bereits gut abgestecktes Bild aus dem dritten Quartal: Damals meldete BioNTech 1,5189 Mrd. Euro Umsatz (plus im Jahresvergleich), aber einen Nettoverlust von 28,7 Mio. Euro.

Wichtig für die Einordnung: Durch eine Zahlung aus der Zusammenarbeit mit Bristol Myers Squibb in Höhe von 1,5 Mrd. US-Dollar hob BioNTech seine Umsatzprognose für 2025 auf 2,6 bis 2,8 Mrd. Euro an. Gleichzeitig machte das Unternehmen deutlich, dass es für 2026 nicht mit Onkologie-Produktumsätzen rechnet. Der Umbau läuft also, aber er soll kurzfristig noch nicht über neue Produktumsätze tragen.

Finanziell kommt BioNTech dabei weiterhin mit viel „Polster“ daher: Zum 31. Dezember 2025 standen 17,2 Mrd. Euro an Cash und Investments in der Bilanz.

Patentklage gegen Moderna: Geld statt Verkaufsstopp

Neben den Zahlen sorgt vor allem ein neues juristisches Kapitel für Aufmerksamkeit. BioNTech hat Moderna wegen Patentverletzung verklagt. Im Zentrum steht Modernas COVID-19-Impfstoff der nächsten Generation, mNEXSPIKE, der 2025 in den USA zugelassen wurde. BioNTech argumentiert, Moderna nutze dafür eine von BioNTech entwickelte und patentierte Technologie, die unter anderem ein mRNA-Vakzindesign mit geringerer Dosierung ermöglicht.

Die finanziellen Dimensionen werden im Filing direkt mitgeliefert: Moderna erzielte laut den zitierten Angaben bis einschließlich Q3 2025 rund 1,168 Mrd. US-Dollar COVID-19-Impfstoffumsatz. mNEXSPIKE soll in der Atemwegssaison 2025/2026 rund 55% dieser COVID-Umsätze ausmachen.

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BioNTech fordert Schadensersatz und betont eine fortlaufende Verletzung seiner Rechte – auffällig ist aber auch, was nicht gefordert wird: Eine einstweilige Verfügung bzw. ein Verkaufsstopp steht nicht auf der Agenda. Parallel bleibt der größere „mRNA-Rechtskrieg“ ohnehin in Bewegung: Moderna hatte bereits 2022 BioNTech und Pfizer verklagt – das Verfahren läuft weiter.

Onkologie als Kernprojekt – plus CureVac-Integration

Langfristig liegt der Fokus klar auf Onkologie. Auf der J.P. Morgan Healthcare Conference skizzierte BioNTech für 2026 unter anderem eine Beschleunigung späte Studienphasen, mehr Kombinationsprogramme und eine stärkere Fokussierung nach Indikationen. Bis Ende 2026 erwartet das Unternehmen 15 Phase-3-Studien sowie sieben späte Datenauswertungen im Jahresverlauf.

Konkreter wurde es auch mit Studiendaten: BioNTech und OncoC4 präsentierten Ergebnisse aus der Phase-3-Studie PresERVE 003 zu gotistobart bei metastasiertem, plattenepithelialem nicht-kleinzelligem Lungenkrebs. Gemeldet wurde ein klinisch relevanter Überlebensvorteil gegenüber Standard-Chemotherapie bei handhabbarem Sicherheitsprofil.

Flankierend dazu läuft die CureVac-Übernahme: Am 18. Dezember 2025 schloss BioNTech das Tauschangebot ab, rund 86,75% der CureVac-Aktien wurden angedient. Strategisch soll das die eigenen mRNA-Fähigkeiten (Design, Formulierungen, Herstellung) stärken – und damit auch Programme wie die gemeinsame Entwicklung von pumitamig (BNT327/BMS-986545) mit Bristol Myers Squibb unterstützen.

Zum organisatorischen Umbau passt außerdem eine Personalie: Seit dem 1. März 2026 ist Kylie Jimenez als Chief People Officer neu im Vorstand – eine neu geschaffene Rolle, die die People-Strategie für den Umbau zum Multi-Produkt-Onkologieanbieter treiben soll.

Zum Wochenstart zeigte sich die BioNTech-Aktie klar schwächer: Der Schlusskurs lag heute bei 86,75 Euro, ein Minus von 5,76%.

Am 10. März dürfte sich dann entscheiden, welche Themen kurzfristig dominieren: ob das Management den finanziellen Rahmen nach 2025 präzisiert, wie es den Patentstreit einordnet und welche konkreten Fortschritte es für die Onkologie-Pipeline und die CureVac-Integration als nächstes auf die Agenda setzt.

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