25 Kaufempfehlungen, kein einziger Verkaufsratschlag — und trotzdem notiert die Aktie auf einem neuen 52-Wochen-Tief. SAP steckt in einem ungewöhnlichen Widerspruch: Die Analysten-Community zeigt sich geschlossen optimistisch, während rechtliche Risiken aus den USA den Kurs belasten.

DOJ-Ermittlungen und neue Sammelklage

Im Kern des Problems stehen zwei parallele rechtliche Belastungen. Das US-Justizministerium ermittelt seit 2022 gegen SAP wegen des Verdachts, Regierungsbehörden systematisch zu überhöhten Preisen beliefert zu haben. Anfang März 2026 weitete die Portnoy Law Firm diese Gemengelage aus und leitete eine Untersuchung wegen möglichen Wertpapierbetrugs ein — eine Sammelklage im Namen von SAP-Investoren steht im Raum.

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Auf der anderen Seite der Bilanz steht eine abgeschlossene Altlast: SAP einigte sich im Februar 2026 mit Teradata auf einen Vergleich über 480 Millionen Dollar. Der Streit, der bis zu einem 2006 gegründeten Joint Venture zurückreicht, wäre andernfalls Ende März vor einem Geschworenengericht gelandet — ein weiterer Unsicherheitsfaktor, der nun wegfällt.

Analysten sehen Kurspotenzial von über 60 Prozent

Trotz eines Kursverlusts von rund 24 Prozent seit Jahresbeginn — der schlechteste Wert im DAX — hält die Analysten-Community an ihrem Optimismus fest. Bernstein SocGen bekräftigte am 18. März sein Outperform-Rating mit einem Kursziel von umgerechnet rund 278 Euro, während der Titel zuletzt bei 152,80 Euro schloss. Bank of America-Analyst Frédéric Boulan führt SAP auf seiner Europa-Favoritenliste und argumentiert, dass die tiefe geschäftliche Integration der Plattform für Wettbewerber nur schwer replizierbar sei — was SAP auch gegenüber KI-bedingten Verdrängungsrisiken absichere.

Das durchschnittliche Analysten-Kursziel der vergangenen drei Monate liegt bei 253,20 Euro. Für 2026 erwarten 37 Analysten im Schnitt einen Umsatz von 40,6 Milliarden Euro — etwa 10 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Was der 23. April zeigen wird

SAP befindet sich mitten in einem strategischen Umbau: Ab Juli 2026 sollen KI-Dienste verbrauchsbasiert abgerechnet werden, ein Modell, das die bisherige Abo-Logik grundlegend verändert. Wie weit dieser Übergang vorangeschritten ist, werden die Q1-Ergebnisse am 23. April 2026 erstmals konkret zeigen. Bis dahin bleibt der Kurs weit unterhalb seiner gleitenden Durchschnitte — der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 215 Euro, der aktuelle Kurs knapp 29 Prozent darunter.

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