Der weltgrößte Goldproduzent liefert operativ ab. Mit einem deutlichen Gewinnsprung und einer erhöhten Dividende übertraf Newmont die Erwartungen der Wall Street im abgelaufenen Quartal spürbar. Dennoch strafen Anleger das Papier derzeit ab, was auf tieferliegende Sorgen im internationalen Projektgeschäft hindeutet.

Fundamentale Stärke trifft auf Insider-Verkäufe

Auf dem Papier steht der Bergbaukonzern auf einem soliden Fundament. Im vierten Quartal kletterte der Umsatz im Jahresvergleich um über 20 Prozent auf 6,82 Milliarden US-Dollar. Noch überraschender fiel der Gewinn aus: Mit 2,52 US-Dollar je Aktie ließ das Unternehmen die Analystenschätzungen von 1,81 US-Dollar weit hinter sich. Als direkte Folge dieser Entwicklung hob das Management die Quartalsdividende auf 0,26 US-Dollar an. Auch institutionelle Investoren wie Procyon Advisors nutzten das Umfeld und stockten ihre Positionen zuletzt deutlich auf.

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An der Börse spiegelt sich diese operative Stärke aktuell allerdings nicht wider. Allein in den vergangenen sieben Tagen verlor das Papier knapp 14 Prozent an Wert und ging am Freitag bei 82,54 Euro aus dem Handel. Ein möglicher Auslöser für die Zurückhaltung der Anleger könnten jüngste Insidertransaktionen sein. So trennte sich Executive Vice President Peter Toth Mitte März von einem Aktienpaket zu einem Durchschnittspreis von 108,00 US-Dollar. Solche Verkäufe aus der Führungsetage sorgen oft für kurzfristige Verunsicherung.

Politische Hürden bremsen die Euphorie

Ein weiterer Grund für die schwache Kursentwicklung findet sich auf politischer Ebene. In Papua-Neuguinea verhandelt Newmont derzeit über die Konditionen für das wichtige Wafi-Golpu-Kupfer- und Goldprojekt. Die dortige Regierung fordert eine staatliche Beteiligung von bis zu 30 Prozent sowie einen wirtschaftlichen Gesamtnutzen von rund 55 Prozent für das Land.

Diese harten Verhandlungen bergen Risiken für die langfristige regionale Strategie des Konzerns. Da die nationalen Einnahmen Papua-Neuguineas aus Rohstoffprojekten in den letzten Jahren massiv gestiegen sind, pocht der Staat auf einen größeren Anteil am Kuchen. Das dämpft die Euphorie über die starken Quartalszahlen spürbar.

Die aktuelle Marktlage zwingt Investoren somit zu einer genauen Abwägung. Auf der einen Seite stehen exzellente Finanzkennzahlen und eine attraktivere Ausschüttung. Auf der anderen Seite belasten politische Unsicherheiten in Schlüsselregionen den Kurs. Mit einem durchschnittlichen Analysten-Kursziel von 134,10 US-Dollar bleibt der Abstand zwischen der fundamentalen Bewertung und dem aktuellen Kursniveau vorerst bestehen.

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