Alibaba Aktie: Pentagon sorgt für Verwirrung
Alibaba steht diese Woche im Fokus – allerdings nicht nur wegen der Veröffentlichung des neuen KI-Modells Qwen3.5. Das Pentagon setzte den chinesischen Technologiekonzern kurzzeitig auf eine Liste militärisch verbundener Unternehmen, nur um die Veröffentlichung eine Stunde später wieder zurückzuziehen. Die Folge: Kursrückgänge und Drohungen mit rechtlichen Schritten seitens Alibaba.
KI-Offensive zum chinesischen Neujahr
Am Montag, dem Vorabend des chinesischen Neujahrs, stellte Alibaba sein Qwen3.5-Modell vor. Mit 397 Milliarden Parametern und Unterstützung für 201 Sprachen und Dialekte positioniert sich der Konzern im globalen KI-Wettbewerb. Das Modell verarbeitet Text, Bilder und Videos gleichzeitig und richtet sich besonders an Entwickler: Eine Open-Weight-Version erlaubt das lokale Anpassen und Betreiben auf eigener Infrastruktur.
Ein Schwerpunkt liegt auf sogenannten KI-Agenten – Systemen, die mehrschrittige Aufgaben weitgehend eigenständig erledigen können. Lin Junyang, technischer Leiter des Qwen-Teams, kündigte an, während der Feiertage weitere Open-Weight-Modelle zu veröffentlichen. Die Veröffentlichung erfolgt eine Woche nach der Präsentation von RynnBrain, einem speziell für Robotik-Anwendungen entwickelten Modell.
Pentagon-Liste: Auf und wieder Ab
Am 13. Februar sorgte das US-Verteidigungsministerium für Aufregung. Für etwa eine Stunde erschien Alibaba auf einer aktualisierten Liste von Unternehmen, die angeblich Chinas Militär unterstützen. Auch Baidu, BYD und WuXi AppTec tauchten darauf auf. Dann zog das Pentagon die Veröffentlichung ohne Begründung zurück.
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Alibaba reagierte scharf: „Alibaba ist kein chinesisches Militärunternehmen und kein Teil einer militär-zivilen Fusionsstrategie. Wir werden alle verfügbaren rechtlichen Mittel nutzen, um gegen Versuche vorzugehen, unser Unternehmen falsch darzustellen", erklärte ein Sprecher.
Die Aktie verlor am 16. Februar in Hongkong über 3 Prozent. Auch Baidu und BYD gaben nach. Der Vorfall ereignet sich in einer Phase, in der die Trump-Regierung mehrere nationale Sicherheitsmaßnahmen gegen Peking zurückgestellt hat – im Kontext eines im Oktober vereinbarten Handelswaffenstillstands. Im April soll Präsident Trump nach China reisen.
Qwen-Chatbot überlastet
Anfang Februar startete Alibaba eine Gutschein-Kampagne über den Qwen-Chatbot im Wert von 3 Milliarden Yuan (etwa 433 Millionen US-Dollar). Innerhalb von neun Stunden gingen 10 Millionen Bestellungen ein – das System brach unter der Last zusammen. Der Chatbot postete auf Weibo, er sei überlastet und bat Nutzer um Geduld. Die Gutscheine bleiben bis 28. Februar gültig.
Am 19. Februar folgen die Quartalszahlen. Ob Alibaba dann auch zur Pentagon-Episode Stellung nimmt, bleibt abzuwarten.
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