Salesforce kämpft aktuell an mehreren Fronten. Während das Unternehmen neue Partnerschaften im Gesundheitswesen und für das Weltwirtschaftsforum verkündet, reagieren Anleger nervös auf Aktienverkäufe aus der Führungsetage. Hinzu kommen fundamentale Sorgen, dass neue KI-Modelle das klassische Lizenzgeschäft bedrohen könnten.

Warnsignal aus dem Aufsichtsrat

Der jüngste Kursrückgang von über 10 Prozent in den letzten sieben Tagen hat einen konkreten Auslöser: Eine Pflichtmitteilung an die US-Börsenaufsicht offenbärte, dass Direktorin Neelie Kroes am 14. Januar ein signifikantes Aktienpaket verkauft hat. Zwar wirkt der Erlös von knapp 929.000 US-Dollar für einen Konzern dieser Größe moderat, doch reduzierte Kroes ihren Bestand damit um fast 35 Prozent. Marktbeobachter werten dies oft als Signal mangelnden Vertrauens in die kurzfristige Entwicklung.

Parallel dazu braut sich am Terminmarkt etwas zusammen. Das Handelsvolumen bei Put-Optionen – also Wetten auf fallende Kurse – ist sprunghaft angestiegen. Händler sichern sich offenbar verstärkt gegen weitere Abwärtsbewegungen ab, was den Verkaufsdruck auf die Aktie zusätzlich erhöht.

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Die Angst vor der „SaaS-Apokalypse“

Hinter der aktuellen Schwäche steckt jedoch mehr als nur eine Einzeltransaktion. Investoren treibt die Sorge um, dass sogenannte „Agentic AI“ – autonome KI-Agenten – das traditionelle Geschäftsmodell von Software-as-a-Service (SaaS) untergraben könnte. Die Befürchtung: Wenn KI komplexe Aufgaben übernimmt, benötigen Unternehmen weniger personenbezogene Lizenzen ("Seats"). Diese Erzählung belastet derzeit den gesamten Sektor, auch Konkurrenten wie ServiceNow gerieten unter Druck.

In diesem negativen Umfeld verpufften positive operative Nachrichten nahezu wirkungslos. Weder die Ankündigung, dass die „Agentforce“-Technologie als offizieller KI-Agent für das Weltwirtschaftsforum 2026 dient, noch die neue Partnerschaft mit Viz.ai im Life-Science-Sektor konnten den Abwärtstrend stoppen.

Bewertung und Gegenbewegung

Trotz der pessimistischen Stimmung gibt es Argumente für eine Übertreibung nach unten. Mit einem Schlusskurs von 233,53 US-Dollar notiert die Aktie deutlich unter dem von Morningstar berechneten fairen Wert von 325 US-Dollar. Auch das Kurs-Gewinn-Verhältnis von rund 19,7 liegt unter den historischen Durchschnittswerten, was auf eine günstige Bewertung hindeutet.

Zudem stehen den Verkäufen von Neelie Kroes massive Käufe anderer Insider gegenüber. Erst im Dezember 2025 investierte Direktor G. Mason Morfit rund 25 Millionen US-Dollar in Salesforce-Aktien. Anleger erhalten das nächste fundamentale Update am 4. März 2026, wenn der Konzern seine Ergebnisse für das vierte Quartal präsentiert. Bis dahin dürfte die Marktstimmung im Tech-Sektor den Kurs maßgeblich diktieren.

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