RWE Aktie: Strategische Offensive zündet
RWE macht ernst beim grünen Umbau und der Versorgungssicherheit. Innerhalb einer Woche meldet der Essener Energiekonzern gleich drei strategische Durchbrüche, die das langfristige Wachstum auf ein neues Fundament stellen. Während Großaufträge in Großbritannien die Pipeline füllen, sorgt ein neuer US-Partner für die nötige finanzielle Schlagkraft. Kann die Aktie nach diesen fundamentalen Weichenstellungen ihren beeindruckenden Lauf fortsetzen?
- Großer Wurf: Zuschläge für 6,9 Gigawatt Offshore-Windkapazität in Großbritannien gesichert.
- Finanzierung: US-Investor KKR übernimmt 50 Prozent an den Norfolk-Projekten.
- Versorgung: Neuer 20-Jahres-Vertrag für US-LNG unterzeichnet.
Doppelpack bei Offshore-Wind
Der Konzern sicherte sich in der britischen Auktionsrunde AR7 sogenannte Differenzverträge (Contracts for Difference) für insgesamt fünf Projekte. Mit einer Gesamtkapazität von 6,9 Gigawatt übersteigt dieses Volumen die aktuell von RWE betriebene Offshore-Kapazität von 3,3 Gigawatt deutlich. Besonders die Projekte "Norfolk Vanguard" und "Dogger Bank South" stehen dabei im Mittelpunkt. Die staatlich garantierten Abnahmepreise bieten RWE hierbei langfristige Planungssicherheit für die Erträge ab Inbetriebnahme, die zwischen 2029 und 2032 geplant ist.
Um diese massiven Investitionen zu stemmen, holt sich RWE einen finanzstarken Partner an Bord. Der US-Investmentriese KKR steigt bei den Norfolk-Vanguard-Projekten ein und übernimmt 50 Prozent der Anteile. Diese Strategie der Risikoteilung, die RWE bereits bei anderen Großprojekten praktiziert, schont die Bilanz und ermöglicht die parallele Entwicklung mehrerer Windparks. CEO Markus Krebber sieht in der Kombination aus der Infrastruktur-Erfahrung von KKR und der technischen Expertise von RWE eine ideale Basis für die Realisierung.
Diversifizierung durch US-Gas
Neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien stärkt der Versorger sein Handelsgeschäft. Ein neuer Liefervertrag mit Glenfarne sichert RWE ab 2030 jährlich eine Million Tonnen Flüssigerdgas (LNG) aus Texas. Es ist bereits der zweite langfristige US-Deal dieser Art. Damit diversifiziert das Unternehmen sein Portfolio weiter und positioniert sich als zentraler Akteur für die europäische Versorgungssicherheit.
Die Bullen bleiben am Drücker
Die operative Nachrichtenlage spiegelt sich in einer bemerkenswerten Kursstärke wider. Auf Sicht von 12 Monaten verzeichnet das Papier ein Plus von gut 74 Prozent. Auch im laufenden Jahr (YTD) liegt der Titel bereits mit 9,27 Prozent im grünen Bereich. Zwar notiert die Aktie heute mit 51,26 Euro leicht schwächer (-0,47 Prozent), der übergeordnete Aufwärtstrend bleibt jedoch intakt.
Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 53,42 Euro, das am Heiligabend 2025 markiert wurde, beträgt lediglich rund 4 Prozent. Auch technische Indikatoren stützen das Bild: Der Kurs hält sich komfortabel über dem 50-Tage-Durchschnitt von 45,74 Euro.
Blick nach vorn
Der Fokus richtet sich nun auf den Sommer 2026. Bis dahin sollen der Einstieg von KKR sowie die finale Investitionsentscheidung für die Norfolk-Projekte abgeschlossen sein. Gelingt die regulatorische Freigabe ohne Verzögerungen, wäre der Weg für die Bauphasen frei. Parallel dazu läuft das Aktienrückkaufprogramm weiter, was den Kurs zusätzlich stützen könnte. Anleger achten nun auf die nächsten Quartalszahlen im Frühjahr, um zu sehen, wie sich die Investitionen kurzfristig in der Bilanz niederschlagen.
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