RWE Aktie: Starker Auftakt
RWE startet mit Rückenwind ins Börsenjahr 2026. Ein kräftiger Kursanstieg zum Jahresauftakt trifft auf eine klare Botschaft von CEO Markus Krebber zur weiteren Entwicklung der Energiepreise. Wie passt ein bullisches Marktumfeld zur Aussicht auf sinkende Strom- und Gaspreise?
Kursentwicklung und Einordnung
Am Freitag legte die RWE-Aktie zum Xetra-Schluss um 3,65 % auf 46,91 Euro zu und gehörte damit zu den stärkeren Werten im DAX. Der Titel entfernte sich spürbar von der Zone um 46 Euro und knüpfte an eine insgesamt positiven Trend an: Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von rund 59 % zu Buche.
Im kurzfristigen Bild zeigt sich dagegen, dass der Weg nach oben nicht geradlinig verläuft:
- 7-Tage-Veränderung: -11,41 %
- 30-Tage-Veränderung: +6,93 %
- Abstand zum 52-Wochen-Hoch (53,42 Euro): -12,19 %
- Abstand zum 52-Wochen-Tief (28,25 Euro): +66,05 %
Mit einem Kurs nahe 47 Euro notiert die Aktie komfortabel über den wichtigen gleitenden Durchschnitten. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt von 37,86 Euro liegt bei knapp 24 %, was die mittelfristige Stärke unterstreicht. Der RSI von 59,8 signalisiert dabei weder Überhitzung noch akute Schwäche.
Krebbers Energieprognose: Entspannung mit Nebenwirkungen
Parallel zur positiven Kursentwicklung stellte sich CEO Markus Krebber am Samstag mit einer klaren Einschätzung zur fundamentalen Marktlage vor die Öffentlichkeit. Er rechnet mit weiter sinkenden Preisen für Strom und Gas und deutet damit auf eine Normalisierung der Energiemärkte nach den turbulenten Vorjahren hin.
Für RWE hat diese Entwicklung zwei Seiten:
- Auf der Erzeugungsseite können niedrigere Großhandelspreise die Margen belasten.
- Im Vertrieb wirken sinkende Endkundenpreise entlastend und reduzieren das Risiko zusätzlicher regulatorischer Eingriffe oder Sonderabgaben.
Die Reaktion des Marktes legt nahe, dass Investoren RWE strukturell gut aufgestellt sehen. Insbesondere die starke Position im Bereich der erneuerbaren Energien und eine flexible Kraftwerkslandschaft werden offenbar als ausreichend robust eingeschätzt, um auch in einem Umfeld moderaterer Energiepreise solide zu wirtschaften.
Sektorrotation und Marktkontext
Der gelungene Jahresstart für RWE fügt sich in ein Bild sektoraler Umschichtungen. Zum Auftakt 2026 waren eher defensive Titel und Industrieaktien gefragt, während Technologie- und Rückversicherungswerte unter Druck standen. Vor diesem Hintergrund wirkt die Outperformance der Aktie umso deutlicher.
Gleichzeitig deutet Krebbers Einschätzung auf ein Ende der extremen Verwerfungen während der Energiekrise hin. Stabilere und berechenbarere Preisniveaus erleichtern die Kalkulation großer Investitionsprojekte – etwa bei Offshore-Windparks, die RWE in den vergangenen Jahren forciert hat. Für kapitalkräftige Versorger kann ein solches Umfeld die Planungssicherheit erhöhen, auch wenn kurzfristige Preisfantasie begrenzt ist.
Technischer Blick und Ausblick
Charttechnisch hat sich das Bild durch den jüngsten Anstieg aufgehellt. Der Kurs notiert über dem 50-Tage-Durchschnitt von 44,39 Euro und dem 100-Tage-Durchschnitt von 41,18 Euro. Damit untermauert die Aktie ihren mittelfristigen Aufwärtstrend, auch wenn sie noch ein gutes Stück unter dem 52-Wochen-Hoch vom Dezember liegt.
In den kommenden Handelstagen wird sich zeigen, ob das Niveau oberhalb von 46 Euro verteidigt und ausgebaut werden kann. Entscheidend bleibt dabei, ob sich die von Krebber erwartete Entspannung bei Strom- und Gaspreisen mit weiterem Volumen- und Ergebniswachstum im Bereich der erneuerbaren Energien verbinden lässt. Auf dieser Basis dürften Analysten ihre Modelle für die nächsten Quartale anpassen – insbesondere mit Blick auf die Hedging-Strategien und die Ertragsqualität im laufenden Geschäftsjahr.
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