Electro Optic Systems Holdings denkt laut Reuters über einen Schritt nach, der die künftige Ausrichtung des Rüstungstechnologie-Anbieters deutlich verändern würde: Innerhalb eines Jahres könnte der Firmensitz samt Börsenlisting von Australien nach Europa verlagert werden. Der CEO sprach gegenüber Reuters davon, dass ein Umzug „sehr wahrscheinlich“ sei. Doch was steckt hinter der Europa-Strategie?

Wichtige Punkte auf einen Blick:

  • Entscheidung über den Umzug: erwartet in der ersten Jahreshälfte
  • Ziel für neuen Sitz und Listing: Deutschland gilt als Favorit, Amsterdam bleibt Option
  • Auftragsbestand per Ende Dezember: 459 Mio. US-Dollar (Vorjahr: 136 Mio. US-Dollar)

Entscheidung im ersten Halbjahr

Nach Reuters soll die finale Entscheidung zur Verlagerung in den kommenden Monaten fallen. Als wahrscheinliches Zielland nennt der Bericht Deutschland, Amsterdam wird aber weiter geprüft. Hintergrund: Die Niederlande waren der erste Kunde für das 100-Kilowatt-Laserwaffensystem des Unternehmens.

Laut Reuters braucht die Verlegung des Firmensitzes keine regulatorische Genehmigung und könnte bis Ende des Jahres umgesetzt werden. Ein neues Listing in Europa könnte dann entweder direkt folgen oder im Zeitraum Anfang bis Mitte 2027 stattfinden. Parallel baut das Unternehmen bereits Produktions- und Engineering-Kapazitäten in Deutschland auf. Zudem soll es Gespräche mit zehn europäischen Regierungen über mögliche Aufträge geben.

Auftragswelle treibt den Kurs

Der mögliche Umzug fällt in eine Phase ungewöhnlich starker Auftragseingänge. Im Quartalsupdate für Dezember meldete das Unternehmen einen Auftragsbestand von 459 Mio. US-Dollar (Stichtag 31. Dezember) sowie einen positiven Netto-Cashflow aus operativen Aktivitäten im Dezember-Quartal. Besonders auffällig: Der Auftragsbestand legte binnen eines Jahres von 136 Mio. US-Dollar deutlich zu.

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Zu den gemeldeten Aufträgen der vergangenen Monate zählen unter anderem:
- Niederlande: Laserwaffensystem über 71 Mio. Euro (August)
- Südkorea: bedingter Laserauftrag über 80 Mio. US-Dollar (Mitte Dezember)
- Weitere Aufträge für Remote Weapon Systems (RWS) aus Nordamerika, vom US-Heer sowie aus Australien (LAND 400-3)

MARSS-Übernahme als Baustein

Zusätzlich kündigte das Unternehmen im Januar die Übernahme der europäischen MARSS Group an, einem Anbieter von Führungs- und Kontrollsystemen für Anti-Drohnen-Anwendungen. Die Eckdaten der Transaktion:

  • Sofortzahlung: 36 Mio. US-Dollar in bar
  • Earn-out: bis zu 100 Mio. Euro, gekoppelt an neue MARSS-Aufträge
  • Abschluss: erwartet im Laufe des Jahres, vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen

Mit MARSS kommt auch die NiDAR-Technologie ins Haus, eine KI-gestützte Plattform zur Entscheidungsunterstützung und zur Koordination von Sensoren und Effektoren. Reuters zufolge soll der Zukauf den Schritt vom Komponentenlieferanten hin zum Anbieter integrierter Anti-Drohnen-Systeme untermauern.

Zum Marktumfeld heißt es im Bericht: Ein Europa-Umzug würde den Zugang zu einem wachsenden Verteidigungsmarkt sichern. Zudem verweist Reuters darauf, dass in Europa derzeit keine Hochenergielaser über 50 Kilowatt in operationellem Dienst stehen, während das Unternehmen ein 100-Kilowatt-System anbietet und an einem 300-Kilowatt-System zur Abwehr von Raketen und Flugkörpern arbeitet.

Als nächster konkreter Termin steht der Blick auf die Zahlen an: Die Jahresergebnisse erwartet das Unternehmen laut Finanzkalender um Anfang März.

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