Der Medienkonzern RTL Group steckt mitten in einer tiefgreifenden Transformation. Unter dem Titel "Shift 2026" sollen hunderte Stellen im Publishing-Bereich weichen, um Kapital für das Streaming-Geschäft freizumachen. Während die Abonnentenzahlen bei RTL+ steigen, stellt sich die Frage: Reicht dieser schmerzhafte Schwenk, um die Profitabilität langfristig zu sichern?

Fokus auf Streaming und Sparzwang

Im Zentrum des Interesses steht das Strategieprogramm "Shift 2026". Berichten zufolge plant das Unternehmen die Streichung von rund 600 Stellen in der deutschen Publishing-Sparte. Dieser Schritt soll die Strukturen verschlanken und Mittel freisetzen, um den kostspieligen Kampf gegen globale Streaming-Riesen zu finanzieren. Lineare Formate und Magazine werden gestrichen oder konsolidiert, während der digitale Arm ausgebaut wird.

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Erste Erfolge sind bereits sichtbar: Der Streaming-Dienst RTL+ hat die Marke von 7 Millionen zahlenden Abonnenten erreicht. Damit nähert sich die Gruppe ihrem Ziel, den Streaming-Bereich bis 2026 in die Gewinnzone zu führen.

Unsicherheit bei Übernahme und Bewertung

Parallel zur internen Umstrukturierung blicken Marktbeobachter auf anorganisches Wachstum. Im Fokus steht ein Deal mit Sky Deutschland über Inhaltsrechte im Wert von rund 150 Millionen Euro. Da die Zustimmung der EU-Wettbewerbsbehörden noch aussteht, bleibt hier ein Unsicherheitsfaktor bestehen.

Trotz der operativen Fortschritte agieren Analysten zurückhaltend. Bernstein Research bestätigte in dieser Woche die Einstufung "Market-Perform" mit einem Kursziel von 30,00 Euro. Dies impliziert ein potenzielles Abwärtsrisiko gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag bei 35,80 Euro. Stabilisierend wirkt hingegen die Aktionärsstruktur: Da Bertelsmann rund 75 Prozent der Anteile hält, ist der Streubesitz vergleichsweise gering, was die Volatilität oft dämpft.

Ausblick auf das erste Quartal

Kurzfristig richtet sich der Blick der Anleger auf den 23. Januar 2026, wenn die neue Staffel von "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!" startet. Das "Dschungelcamp" gilt traditionell als wichtiger Treiber für Werbeeinnahmen und Streaming-Abos zum Jahresauftakt. Fundamentale Klarheit über den Erfolg der Sparmaßnahmen werden jedoch erst die vorläufigen Jahreszahlen 2025 bringen, die RTL am 12. März 2026 vorlegt.

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