Ørsted Aktie: Umbau vorzeitig abgeschlossen
Mitten in einer entscheidenden Transformationsphase meldet der dänische Windenergie-Riese eine neue Insider-Transaktion. Doch viel wichtiger als die reine Meldung ist der Kontext: Ørsted hat sein umfangreiches Desinvestitionsprogramm früher als geplant beendet und bestätigt ehrgeizige Ziele für 2026. Ist der Marktführer für Offshore-Windkraft nach turbulenten Jahren wieder in ruhigem Fahrwasser?
Strategischer Meilenstein erreicht
Am Dienstag, dem 3. März, informierte Ørsted über Aktiengeschäfte von Vorstandsmitglied Amanda Ash Dasch. Während solche Pflichtmitteilungen oft reine Routine sind, fallen sie hier mit dem Abschluss einer wichtigen strategischen Bereinigung zusammen.
Das Management bestätigte das Ende seines großen Verkaufsprogramms. Ein zentraler Schritt war dabei die Einigung mit Copenhagen Infrastructure Partners (CIP) über den Verkauf des gesamten europäischen Onshore-Geschäfts für rund 1,44 Milliarden Euro. Damit summieren sich die Erlöse aus Verkäufen im Zeitraum 2025–2026 auf etwa 46 Milliarden Dänische Kronen (DKK). Das ursprüngliche Ziel von 35 Milliarden DKK wurde damit deutlich übertroffen. Diese Liquidität stärkt die Bilanz erheblich und schafft Spielraum für den Kernbereich Offshore.
Solide Zahlen und Kosteneffizienz
Die jüngst vorgelegten Jahreszahlen für 2025 untermauern den Stabilisierungskurs. Mit einem EBITDA von 25,1 Milliarden DKK landete der Konzern sicher in der prognostizierten Spanne. Während das Bioenergie-Segment die Erwartungen verfehlte, entwickelte sich die Kernsparte Offshore-Wind besser als gedacht – getrieben durch geringere Entwicklungskosten und eine starke Performance der Anlagen.
Für das laufende Jahr 2026 bleibt Ørsted optimistisch und peilt ein operatives Ergebnis (EBITDA) von über 28 Milliarden DKK an. Um die Profitabilität weiter zu steigern, kündigte das Unternehmen zudem an, die Organisation zu straffen: Bis Ende 2027 sollen rund 2.000 Stellen abgebaut werden.
US-Projekte trotzen politischem Druck
Trotz der operativen Fortschritte bleibt das US-Geschäft ein Risikofaktor, den Anleger genau beobachten. Die Trump-Regierung hatte im Dezember versucht, Baustopps für mehrere Projekte zu verhängen. Ein Bundesrichter hob diese Anordnung jedoch im Januar wieder auf, sodass die Arbeiten weitergehen können.
Das Projekt „Revolution Wind“ ist bereits zu 87 Prozent fertiggestellt und soll in Kürze ersten Strom liefern. Ørsted setzt hier weiterhin auf einen pragmatischen Kurs, um trotz politischer Störfeuer eine dauerhafte Lösung mit den US-Behörden zu finden.
Mit einer bereinigten Bilanz und dem Fokus auf Großprojekte wie „Hornsea 3“ in Großbritannien scheint die Transformation zu greifen. Der nächste wichtige Gradmesser für die Umsetzung der Strategie folgt am 6. Mai 2026 mit der Vorlage der Quartalszahlen.
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