Ripple meldet eine Milliardenschwelle bei Zahlungsvolumen, im US-Senat liegt ein Gesetz auf Eis, das XRP den regulatorischen Durchbruch bringen könnte – und die Kryptomärkte erholen sich nach geopolitischen Entspannungssignalen. Drei parallele Entwicklungen treffen Anfang März 2026 zusammen und könnten die Richtung für XRP bestimmen.

100 Milliarden Dollar Zahlungsvolumen

Ripple hat mit seiner Zahlungsplattform die Marke von 100 Milliarden US-Dollar verarbeitetem Volumen überschritten. Die Plattform erlaubt Unternehmen, Fiat-Währungen und Stablecoins über einen einzigen Anbieter zu empfangen, zu halten, zu tauschen und auszuzahlen – eine Konsolidierung, die separate Dienstleister für Verwahrung, Devisentausch, Stablecoin-Liquidität und lokale Auszahlungsschienen überflüssig macht.

Der Meilenstein fällt in eine Zeit, in der Stablecoins stark an Bedeutung gewinnen: 2025 erreichte das globale Transaktionsvolumen mit Stablecoins 33 Billionen Dollar, ihr Anteil an allen On-Chain-Transaktionen liegt mittlerweile bei 30 Prozent. Ripples Geschäftsmodell im Unternehmensbereich läuft weitgehend unabhängig vom XRP-Kurs – die institutionelle Akzeptanz wächst, während der Token selbst unter Druck steht.

CLARITY Act: Stillstand im Senat

Im Juli 2025 verabschiedete das US-Repräsentantenhaus mit breiter Mehrheit (294 zu 134 Stimmen) den CLARITY Act. Das Gesetz soll den Zuständigkeitsstreit zwischen der Börsenaufsicht SEC und der Rohstoffbehörde CFTC beenden, indem es digitale Vermögenswerte klar definiert: Digitale Rohstoffe fallen unter die CFTC, Wertpapiere unter die SEC.

Für XRP wäre eine Verabschiedung entscheidend. Der Token würde formal als digitaler Rohstoff eingestuft – auf derselben regulatorischen Grundlage wie Bitcoin und Ethereum. Banken, Vermögensverwalter und Zahlungsdienstleister könnten XRP integrieren, ohne rechtliche Grauzonen befürchten zu müssen.

Doch der Schwung aus dem Repräsentantenhaus ist verpufft. Im Januar 2026 zogen wichtige Branchenteilnehmer ihre Unterstützung für einen überarbeiteten Senatstext zurück, woraufhin die zuständigen Ausschüsse eine für den 14. Januar angesetzte Prüfung vertagten. Ein neuer Termin steht nicht fest. Die vom Weißen Haus gesetzte Frist für einen Entwurf am 1. März ist verstrichen – der Senat hat nicht abgestimmt, das Gesetz ist nicht in Kraft.

Standard Chartered hatte für 2026 ursprünglich ein Kursziel von 8 US-Dollar für XRP ausgegeben. Die Bank senkte die Prognose im Februar um 65 Prozent auf 2,80 Dollar – die größte prozentuale Kürzung in ihren Krypto-Prognosen. Begründung: Institutionelles Kapital blieb aus, frühe ETF-Euphorie wich Abflüssen, die darauf hindeuten, dass Institutionen eher verkaufen als akkumulieren. Langfristig bleibt Standard Chartered optimistisch und hebt das Ziel für 2030 auf 28 Dollar an.

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Netzwerkaktivität entkoppelt sich vom Kurs

Am 2. März 2026 stiegen die Transaktionen im XRP-Ledger um 200.000 – während der Kurs unterhalb wichtiger Widerstände stagnierte. Laut Glassnode ist das Network Value to Transactions Ratio (NVT) im 30-Tage-Durchschnitt deutlich gefallen. Das Signal: Die Transaktionsaktivität im Netzwerk übertrifft die aktuelle Marktbewertung des Tokens.

Gleichzeitig sinkt die Anzahl der XRP auf Börsen kontinuierlich. Seit Mitte Februar ist der Exchange Balance um 0,15 Prozent auf 12,93 Milliarden XRP gefallen. Fallende Börsenbestände deuten darauf hin, dass Halter ihre Coins nicht für einen kurzfristigen Verkauf positionieren.

Ende Februar veröffentlichten Entwickler einen Notfall-Patch (rippled 3.1.1), um die Aktivierung einer fehlerhaften „Batch"-Transaktionsfunktion dauerhaft zu blockieren. Die proaktive Maßnahme verhinderte eine potenzielle Sicherheitslücke, ohne dass Nutzerguthaben gefährdet waren.

Ripple baut Ökosystem-Förderung um

Seit 2017 hat Ripple über 550 Millionen Dollar in das XRP-Ledger-Ökosystem investiert – durch Zuschüsse ohne Eigenkapitalbeteiligung, Anreize für Entwickler, strategische Partnerschaften und Wachstumsprogramme. Für den asiatisch-pazifischen Raum entsteht eine neue regionale Einheit, XRP Asia, die lokale Entwickler mit maßgeschneiderten Mitteln unterstützen soll.

Das University Digital Asset Xcelerator (UDAX) expandiert 2026 an die Fundação Getulio Vargas in São Paulo, die Universität Oxford und erneut an die UC Berkeley. Parallel dazu bereitet das Krypto-Unternehmen Evernorth für das erste Quartal 2026 eine Transaktion vor, nach der es zum größten börsennotierten Unternehmen mit XRP-Treasury werden soll. Ziel ist eine Kapitalerhöhung von über einer Milliarde Dollar. Anders als passive ETFs will Evernorth seinen XRP-Bestand pro Aktie aktiv durch institutionelles Lending und DeFi-Strategien ausbauen.

Marktposition unter Druck

XRP hat seinen vierten Platz nach Marktkapitalisierung an Binance Coin (BNB) verloren. Zwischen dem wöchentlichen Hoch am 26. Februar und Anfang März flossen 7,7 Milliarden Dollar ab – getrieben durch allgemeine Altcoin-Schwäche, Liquidationen gehebelter Positionen und nachlassende ETF-Zuflüsse.

Von den über 300 Banken in Ripples Netzwerk nutzt bisher nur ein Bruchteil XRP für das Settlement. Viele setzen ausschließlich auf Ripples Messaging- und Tracking-Tools. Stablecoins – darunter Ripples eigener RLUSD – finden breitere Akzeptanz, da traditionelle Banken wertbeständige Assets gegenüber volatilen Kryptowährungen bevorzugen.

Am 3. März legte XRP innerhalb von 24 Stunden um 5,4 Prozent zu, nachdem die New York Times berichtete, dass Irans Geheimdienst der CIA Gesprächsbereitschaft signalisiert hatte, um den US-israelisch-iranischen Konflikt zu beenden. Die Erholung bleibt jedoch begrenzt: XRP notiert weiterhin rund 62 Prozent unter dem Höchststand von 2025.

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Ripples Zahlungsinfrastruktur, ein möglicher Senatsvotum zum CLARITY Act und die veränderte geopolitische Lage ausreichen, um institutionelle Nachfrage anzustoßen und den Kurs nachhaltig zu stabilisieren.

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