Ørsted Aktie: Staatlicher Rückzug droht
Der dänische Windkraftkonzern Ørsted liefert solide Geschäftszahlen, doch die Politik sorgt für Unruhe. Im Vorfeld der Parlamentswahl am 24. März fordern mehrere rechte Parteien den Ausstieg des Staates als Mehrheitsaktionär. Verliert das Unternehmen bald seinen wichtigsten finanziellen Anker?
Vier rechte Parteien sowie die an der Regierung beteiligten Liberalen streben ein Ende der 50,1-prozentigen Staatsbeteiligung an. Zusammen kontrollieren diese Fraktionen rund 40 Prozent der Sitze im dänischen Parlament. Erst im vergangenen Oktober hatte sich die Regierung noch an einer 60 Milliarden Kronen schweren Kapitalerhöhung zur Stützung des Unternehmens beteiligt. Ob der Rückzug tatsächlich kommt, hängt vom Wahlausgang ab. Laut der Danske Bank dürfte eine rechte Regierung den Verkauf vorantreiben, während aktuelle Umfragen eher auf einen Wahlsieg des linken Lagers hindeuten, das bisher keine Verkaufsabsichten geäußert hat.
Finanzielle Stabilisierung schreitet voran
Ungeachtet der politischen Debatten zeigt das operative Geschäft deutliche Fortschritte. Im abgelaufenen Jahr 2025 erzielte Ørsted ein bereinigtes EBITDA von 25,1 Milliarden Kronen und lag damit voll im Rahmen der eigenen Prognosen. Unter dem Strich stand ein Nettogewinn von 3,2 Milliarden Kronen.
Zudem schloss das Management sein geplantes Verkaufsprogramm vorzeitig ab. Durch die Veräußerung des europäischen Onshore-Geschäfts an Copenhagen Infrastructure Partners für 10,7 Milliarden Kronen steigen die Gesamterlöse aus Verkäufen auf 46 Milliarden Kronen. Das ursprüngliche Ziel von 35 Milliarden Kronen wurde damit klar übertroffen.
Positiver Ausblick stützt den Kurs
Für das laufende Jahr geht das Management von einem steigenden operativen Ergebnis (EBITDA) von über 28 Milliarden Kronen aus. Die Bruttoinvestitionen sollen zwischen 50 und 55 Milliarden Kronen liegen. Diese solide Basis honoriert auch der Markt: Seit Jahresbeginn verzeichnet die Aktie ein Plus von gut 16 Prozent. Die Privatbank Berenberg hob das Kursziel Ende Februar deutlich von 140 auf 180 Kronen an und bestätigte die Kaufempfehlung. Die Analysten begründeten diesen Schritt mit der Rückkehr zu einer langfristigen Wachstumsplanung nach Monaten hoher Volatilität.
Als nächster entscheidender Impulsgeber für die Aktie fungiert die Parlamentswahl am 24. März. Das Wahlergebnis wird direkt vorgeben, ob Dänemark als strategischer Mehrheitsaktionär an Bord bleibt oder ein politischer Prozess zum Anteilsverkauf eingeleitet wird. Unabhängig von der künftigen Eigentümerstruktur präsentiert das Unternehmen am 6. Mai seine Finanzzahlen für das erste Quartal.
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