DAX: Ölschock erschüttert Märkte
Der Nahost-Krieg hat die Energiemärkte heute in Aufruhr versetzt – und der DAX bekam die volle Wucht zu spüren. Zum Handelsauftakt sackte der deutsche Leitindex unter die 23.000-Punkte-Marke, bevor eine schrittweise Beruhigung einsetzte. Was steckt hinter dieser turbulenten Sitzung?
Ölpreis als Zünder
Der Auslöser war der Brent-Ölpreis, der in der Nacht auf Montag um bis zu 29 Prozent auf knapp 120 Dollar hochschoss – der höchste Stand seit dem Sommer 2022. Hintergrund ist die faktische Unterbrechung des Öltransports durch die Straße von Hormus, eine der bedeutendsten Schifffahrtsrouten für Energierohstoffe weltweit. Seit Beginn der Auseinandersetzungen hat sich der Brent-Preis um fast 50 Prozent verteuert.
Das löste eine klassische Risikoaversion aus: Anleger flüchteten aus Aktien, die Stimmung kippte. Besonders der asiatische Markt litt stark, mit Einbrüchen von über fünf Prozent in Tokio und Seoul. Der europäische Handel folgte, wenn auch mit etwas gedämpfterer Reaktion.
Erholung mit Fragezeichen
Im Tagesverlauf entspannte sich die Lage etwas. Der DAX erholte sich auf rund 23.400 Punkte – ein Verlust von etwa 0,7 Prozent gegenüber dem Freitag. Dass der Rückgang nicht noch tiefer ausfiel, verdankt sich gleich zwei Faktoren: Zum einen kehrte der Ölpreis auf rund 98 Dollar zurück, als Berichte über eine mögliche Freigabe strategischer Ölreserven durch die G7-Staaten die Runde machten. Die IEA-Mitglieder verfügen zusammen über rund 1,2 Milliarden Barrel Notvorräte. Eine konkrete Entscheidung steht allerdings noch aus.
Zum anderen hatte sich an den Terminmärkten bereits im Vorfeld eine ausgeprägt pessimistische Positionierung aufgebaut. Diese umfangreichen Absicherungsgeschäfte wirkten als natürliche Bremse gegen größere Kursverluste.
Konjunktur unter Druck
Die eigentliche Gefahr liegt nicht im Tageskurs, sondern in den mittelfristigen Folgen. Anhaltend hohe Energiepreise würden die Inflation befeuern und das Wachstum bremsen – in Europa hängt die Konjunktur besonders stark an den Energiekosten. Die heute veröffentlichten deutschen Industriedaten zeigen, wie fragil die wirtschaftliche Erholung noch ist. An den Tankstellen spiegelt sich der Preisschock bereits wider: E10 nähert sich der Marke von 2 Euro, Erdgas verteuerte sich zeitweise um rund 30 Prozent.
Den Notenbanken sind in diesem Umfeld die Hände gebunden. Steigende Preise lassen wenig Spielraum für geldpolitische Lockerungen – gleichzeitig lähmt die Wachstumsunsicherheit den Mut zu Straffungen. Marktbeobachter rechnen vorerst eher mit abwartender Haltung und verbaler Beruhigung seitens der Zentralbanken.
Der Abstand zum Allzeithoch vom 13. Januar 2026 bei 25.507 Punkten beträgt inzwischen mehr als 2.000 Zähler. Solange der Konflikt im Nahen Osten keine greifbare Lösung erkennen lässt, bleibt jede Erholung fragil.
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