Ørsted Aktie: Befreiungsschlag gelungen!
Der dänische Energiekonzern avancierte am Freitag zum Top-Performer in Kopenhagen und sorgte für einen starken Wochenausklang. Nach Monaten der Volatilität und Zinsängsten sendet ein Großauftrag aus Irland endlich das ersehnte Kaufsignal. Ist der Abwärtstrend damit endgültig Geschichte oder handelt es sich nur um ein kurzes Strohfeuer?
Am Freitag kletterte das Papier um 2,36 Prozent auf 136,75 DKK und ließ damit den Leitindex OMX Copenhagen 20, der lediglich 0,76 Prozent zulegte, weit hinter sich. Auslöser für die Rückkehr der Bullen ist ein strategisch wichtiger Sieg bei einer staatlichen Auktion, der das Vertrauen in die langfristige Pipeline des Unternehmens stärkt.
Milliarden-Chance in der irischen See
Der primäre Treibstoff für den Kursanstieg ist der Zuschlag für den Offshore-Windpark Tonn Nua. In einem 50/50-Joint-Venture mit dem irischen Versorger ESB sicherte sich Ørsted die vorläufigen Rechte für das Projekt vor der Küste von Waterford. Besonders der ökonomische Rahmen überzeugt die Anleger: Der Windpark war der einzige Standort, der in der zweiten irischen Offshore-Windauktion (ORESS 2.1) vergeben wurde, was die Dominanz der Dänen unterstreicht.
Die Fakten zum Deal:
* Projekt: 900 MW Offshore-Windpark (fest verankert)
* Laufzeit: 20 Jahre Differenzkontrakt (CfD)
* Preis: 98,72 Euro pro MWh (teilweise indexiert)
* Zeitplan: Inbetriebnahme für Mitte der 2030er Jahre erwartet
Ein garantierter Preis von knapp 99 Euro pro Megawattstunde bietet eine solide Umsatzsichtbarkeit für zwei Jahrzehnte. Der Markt wertet dies als Beweis dafür, dass Ørsted auch in einem schwierigen Umfeld Projekte mit inflationsgeschützten Mechanismen sichern kann – ein entscheidender Faktor für die Profitabilität.
Analysten wittern Morgenluft
Bereits am Donnerstag sorgten angehobene Kursziele von Analystenseite für erste Impulse. Diese Neubewertung spiegelt die wachsende Zuversicht wider, dass der Konzern die kapitalintensive Natur des Sektors wieder besser im Griff hat. Die Kombination aus dem Vertragsgewinn am Mittwoch und dem Analystenlob am Donnerstag erzeugte den nötigen Druck auf der Kaufseite.
Interessant ist dabei die Abkopplung vom Sektortrend: Während der Turbinenhersteller Vestas am Freitag 1,48 Prozent verlor, flossen Gelder gezielt in den Entwickler Ørsted. Investoren honorieren hier offenbar das verbesserte Risiko-Chancen-Profil des Projektentwicklers und differenzieren stärker zwischen den Akteuren der Wertschöpfungskette als noch vor wenigen Monaten.
Blick auf die Zahlen
Der Fokus der Aktionäre richtet sich nun auf die Finalisierung der Verträge und die maritimen Genehmigungsverfahren. Zwar steht die endgültige Investitionsentscheidung (FID) erst um das Jahr 2031 an, doch an der Börse wird die Zukunft gehandelt: Das „De-Risking“ der Projektpipeline ist der sofortige Werttreiber.
Nachdem die Q3-Zahlen bereits verdaut sind, positionieren sich die Marktakteure langsam für den Jahresbericht 2025, der am 6. Februar 2026 erwartet wird. Charttechnisch deutet der starke Wochenschluss darauf hin, dass bei anhaltend positivem Newsflow ein Test höherer Widerstandsmarken möglich ist. Die Tonn Nua-Nachricht hat Ørsted vorerst zurück auf die Gewinnerseite der europäischen Erneuerbaren-Rallye gebracht.
Orsted-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Orsted-Analyse vom 30. November liefert die Antwort:
Die neusten Orsted-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Orsted-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 30. November erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Orsted: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...








