Rolls-Royce feiert derzeit bemerkenswerte Erfolge in der Rüstungssparte, von neuartigen Panzerantrieben für die Bundeswehr bis hin zu milliardenschweren Kampfjet-Deals. Dennoch steht das Papier des britischen Triebwerksbauers unter Druck. Verantwortlich dafür ist eine Entwicklung im zivilen Luftfahrtsektor, die den lukrativen Wartungsverträgen für Langstreckenflieger gefährlich werden könnte.

Meilensteine im Militärgeschäft

Im Rüstungsbereich reiht sich aktuell ein Großprojekt an das nächste. Gemeinsam mit ZF entwickelt Rolls-Royce für das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) den weltweit ersten Parallel-Hybrid-Antrieb für schwere Kettenfahrzeuge. Das System für das europäische Panzerprojekt MGCS leistet über 1.400 Kilowatt und basiert auf einem neuen Zehnzylinder-Motor.

Parallel dazu sichert ein milliardenschwerer Wartungs- und Ausbildungsvertrag zwischen Großbritannien und der Türkei für Eurofighter-Jets die Auslastung der britischen Werke. Der Deal garantiert die Produktion wichtiger Komponenten und stützt ein industrielles Netzwerk, an dem rund 20.000 Arbeitsplätze hängen.

Zivile Luftfahrt bereitet Sorgen

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Trotz dieser industriellen Fortschritte trübt sich die Stimmung am Markt ein. Der Grund liegt in den geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und deren wirtschaftlichen Folgen. Laut jüngsten IATA-Daten sind die Kerosinpreise innerhalb nur eines Monats um 83 Prozent in die Höhe geschossen. Dieser rasante Preisanstieg und zunehmende Luftraumsperrungen belasten vor allem Langstrecken-Airlines. Genau diese Fluggesellschaften sind jedoch die wichtigsten Kunden für die zivilen Triebwerks- und Wartungsprogramme von Rolls-Royce.

Diese Belastungsfaktoren spiegeln sich deutlich im jüngsten Kursverlauf wider. Auf Monatssicht hat der Titel knapp 18 Prozent an Wert verloren und ging am Freitag bei 12,72 Euro aus dem Handel. Damit rutschte der Kurs auch spürbar unter die viel beachtete 50-Tage-Linie.

Langfristig orientierte Anleger blicken nun auf den 23. April 2026. An diesem Tag wird die Aktie ex-Dividende gehandelt, wobei eine Ausschüttung von 0,05 Euro je Anteilsschein ansteht. Bis dahin federt die breite Aufstellung des Konzerns – mit verlässlichen Rüstungseinnahmen einerseits und dem volatileren Zivilgeschäft andererseits – die aktuellen Marktschwankungen ab.

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