Rolls-Royce Aktie: Rally mit Fundament
Rolls-Royce hat in den vergangenen zwölf Monaten eine beeindruckende Aufholjagd hingelegt. Parallel zum Rekordlauf des FTSE 100 arbeitet sich der Triebwerks- und Technologiekonzern operativ aus der früheren Krise heraus. Besonders drei Punkte treiben die Fantasie: der Ausbau des Nukleargeschäfts, steigende Profitabilität – und eine Bewertung, die trotz Kursverdopplung noch Spielraum signalisiert.
Nuklearstrategie und Rating als Treiber
Ein wesentlicher Grund für die anhaltend positive Stimmung ist die Doppelrolle des Konzerns in Verteidigung und ziviler Luftfahrt, ergänzt um ein immer wichtigeres Standbein im Nuklearbereich. Rolls-Royce positioniert sich weiter als bevorzugter Lieferant für Small Modular Reactors (SMR), unter anderem beim tschechischen Energieversorger ČEZ. Diese kompakten Reaktoren gelten als interessante Option, um den schnell wachsenden Energiehunger von Rechenzentren zu decken – ein Thema, das viele Tech-Konzerne inzwischen offen adressieren.
Rückenwind kommt auch von der Ratingseite. Fitch bestätigte Anfang Januar das Investment-Grade-Rating bei „BBB+“ und erhöhte den Ausblick auf „positiv“. Begründung: ein starkes Geschäftsprofil und eine verbesserte Profitabilität. Die Agentur geht davon aus, dass Rolls-Royce in einer Netto-Cash-Position bleibt und das laufende Programm zur Ausschüttung an Aktionäre fortsetzt. Ein weiterer Aktienrückkauf über 200 Millionen Pfund soll im Januar und Februar 2026 abgeschlossen werden – nach einem bereits 2025 gestarteten Rückkaufvolumen von 1 Milliarde Pfund.
Cashflow-Ziele und operative Schwerpunkte
Im Fokus der Investoren steht vor allem die künftige Cash-Generierung. Das Management hält an ambitionierten Mittelfristzielen fest: Bis 2028 soll der freie Cashflow auf 4,3 bis 4,5 Milliarden Pfund steigen. Diese Zielspanne ist zentral für die Investmentstory, denn sie untermauert sowohl die aktuelle Rückkaufpolitik als auch Spielräume für weitere Aktionärsrenditen.
Die zivilen Triebwerksaktivitäten bleiben dabei ein zentraler Umsatztreiber. Gleichzeitig muss Rolls-Royce mit veränderten Nachfragebildern im Luxusautomarkt umgehen. So bleibt die Nachfrage nach Fahrzeugen mit V12-Motoren zwar robust, doch nach schwächeren Verkaufszahlen des Elektro-Modells Spectre wird die E-Strategie im Automobilbereich angepasst. Entscheidend für die Bewertung bleiben jedoch die Kernbereiche Engineering und Verteidigung, die als Hauptquellen des Wachstums gelten.
Kernpunkte im Überblick:
- Ausbau des SMR-Geschäfts, u. a. mit der tschechischen ČEZ Group
- Fitch bestätigt „BBB+“-Rating, Ausblick auf „positiv“ angehoben
- Geplanter zusätzlicher Aktienrückkauf von 200 Mio. £ Anfang 2026
- Mittelfristiges Ziel: 4,3–4,5 Mrd. £ Free Cashflow bis 2028
- Zivilflugzeugtriebwerke und Verteidigung als wichtigste Wachstumstreiber
Bewertung trotz Rally noch moderat
Trotz eines Kursanstiegs von rund 104 % auf Zwölfmonatssicht wirkt die Bewertung auf Basis der berichteten Zahlen nicht überzogen. Die Aktie wird aktuell mit einem Trailing-KGV von 17,5 gehandelt. Zum Vergleich: Der europäische Aerospace-&-Defense-Sektor liegt im Schnitt bei etwa 24,2. Daraus ergibt sich ein Bewertungsabschlag gegenüber der Peergroup, obwohl der Titel in Richtung 52-Wochen-Hoch tendiert.
Marktbeobachter führen dies auf ein deutlich verbessertes Gewinnprofil zurück, getrieben von margenstarken Serviceverträgen und robusten Verteidigungsbudgets. Entsprechend bleibt der Analystenkonsens bei einem „Moderate Buy“, wobei die Zone um 1.200 GBX als nächste psychologisch wichtige Marke gilt.
Technisches Bild unterstützt Aufwärtstrend
Auch technisch zeigt sich ein klares Aufwärtsmuster. Die Aktie notiert deutlich über ihren gleitenden Durchschnitten, was den etablierten Aufwärtstrend unterstreicht. Übertragen auf die bereitgestellten Vergleichswerte bedeutet das: Der Titel liegt spürbar über dem 50-Tage-Durchschnitt (aktuell 22,73 % Abstand) und noch kräftiger über der 200-Tage-Linie (34,97 % Abstand). Gleichzeitig signalisiert ein 12-Monats-Anstieg von 133,3 % bei einer annualisierten 30-Tage-Volatilität von gut 52 % ein dynamisches, aber schwankungsanfälliges Profil.
Kurzfristig dürfte sich der Blick nun auf mögliche neue Nachrichten zu SMR-Projekten, Fortschritte beim Cashflow-Ziel und den Abschluss der anstehenden Rückkauftranche richten – Faktoren, die darüber entscheiden, ob die Rally auf dem aktuell erreichten Rekordniveau nachhaltig weitergeht.
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