Atlas Air Worldwide hat bei Rolls-Royce 40 Trent-XWB-97-Triebwerke für 20 Airbus-A350F-Frachtflugzeuge bestellt — der bislang größte Einzelauftrag für diesen Triebwerkstyp und gleichzeitig der größte Flugzeugauftrag in der Geschichte des US-Frachtspezialisten. Die Meldung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Nahostkonflikt die Zivilluftfahrt erheblich belastet.

Warum der Frachtauftrag strategisch zählt

Der Deal ist für Rolls-Royce aus zwei Gründen bedeutsam. Erstens sichert er langfristige Einnahmen über das TotalCare-Servicemodell, bei dem Kunden pro geflogene Meile zahlen — nicht für das Triebwerk selbst. Genau dieses Servicegeschäft ist der eigentliche Gewinnmotor des Unternehmens. Zweitens ist Luftfracht weniger direkt von den Flugstreichungen betroffen, die der Nahostkonflikt ausgelöst hat.

Die Auslieferungen der fest bestellten Maschinen beginnen 2029 und laufen bis 2034. Zusätzlich bestehen Optionen auf 20 weitere Flugzeuge. Atlas wird damit zum weltgrößten Kunden für den A350F — und der erste US-Betreiber überhaupt, der diesen Typ ordert.

Gegenwind aus dem Nahen Osten

Gleichzeitig steht das Zivilluftfahrtgeschäft unter erheblichem Druck. Airspace-Sperrungen über den Golfstaaten haben täglich mehr als 4.000 Flüge gestrichen. Airlines wie Lufthansa, British Airways und Cathay Pacific haben ihre Verbindungen in die Region ausgesetzt.

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Das trifft Rolls-Royce empfindlich: Da die Einnahmen aus dem Servicegeschäft an geflogene Meilen gekoppelt sind, schlagen Flugausfälle direkt auf die Ergebnisse durch. Zu den betroffenen Kunden zählen unter anderem Middle East Airlines und Vietjet.

Starke Ausgangslage für ein schwieriges Jahr

Finanziell geht Rolls-Royce aus einer Position der Stärke in diese Unsicherheit. Der operative Gewinn stieg 2025 um 41 Prozent auf 3,46 Milliarden Pfund, der freie Cashflow erreichte 3,3 Milliarden Pfund. Die operative Marge im Zivilluftfahrtsegment kletterte von 16,6 auf 20,5 Prozent.

Für 2026 erwartet das Unternehmen einen operativen Gewinn zwischen 4,0 und 4,2 Milliarden Pfund. Bis 2028 soll er auf 4,9 bis 5,2 Milliarden Pfund steigen. Parallel dazu hat der Vorstand ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 7 bis 9 Milliarden Pfund für den Zeitraum 2026 bis 2028 angekündigt — allein in diesem Jahr sollen 2,5 Milliarden Pfund fließen.

Die Aktie hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 49 Prozent zugelegt, notiert aktuell aber rund neun Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Wie stark der Nahostkonflikt die Flugstunden im laufenden Jahr tatsächlich reduziert, wird maßgeblich darüber entscheiden, ob Rolls-Royce seine ambitionierten Jahresziele erreicht.

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