Rocket Lab USA Aktie: Potenzial entfaltet!
Ein milliardenschwerer Auftrag der US-Regierung und ein deutlich angehobenes Kursziel von Morgan Stanley haben Rocket Lab zum Wochenschluss in den Fokus gerückt. Das Raumfahrtunternehmen stärkt damit nicht nur seine Einnahmenseite, sondern untermauert auch den strategischen Umbau hin zum Komplettanbieter für Raumfahrtinfrastruktur. Wie viel Rückenwind steckt wirklich in diesem Paket?
Rekordvertrag und optimistische Analysten
Auslöser der jüngsten Kursbewegung ist ein neuer Auftrag der Space Development Agency (SDA) der US Space Force. Rocket Lab erhielt einen Vertrag über 816 Mio. US‑Dollar zur Entwicklung und Produktion von 18 Satelliten. Es ist der größte Einzelauftrag in der Unternehmensgeschichte und stärkt vor allem den Bereich „Space Systems“.
Dieser Auftrag passt zur strategischen Neuausrichtung: Rocket Lab will sich nicht mehr nur als Startdienstleister positionieren, sondern als Anbieter einer durchgängigen Raumfahrtplattform – von Satelliten über Strukturen bis hin zu Startdiensten. Der SDA-Deal liefert dafür ein starkes Argument und sorgt für deutlich bessere Visibilität künftiger Erlöse.
Morgan Stanley reagierte prompt: Das Institut stufte die Aktie von „Equal-Weight“ auf „Overweight“ hoch und hob das Kursziel deutlich von 67 auf 105 US‑Dollar an. Grundlage der positiven Einschätzung sind vor allem der stark gewachsene Auftragsbestand und das operative Momentum – zuletzt legte der Umsatz im Quartal um 48 % zu. Das neue Kursziel liegt nur moderat über dem aktuellen Niveau und signalisiert aus Analystensicht eher eine Bestätigung des bereits erreichten Bewertungsniveaus als eine völlig neue Fantasie.
Am Markt traf die Nachricht auf hohes Interesse: Das Handelsvolumen lag deutlich über dem Durchschnitt, was auf rege Beteiligung institutioneller Investoren schließen lässt.
Finanzlage und Bewertung im Spannungsfeld
Finanziell steht Rocket Lab vor wichtigen Weichenstellungen vergleichsweise solide da. Nach dem SDA-Zuschlag summiert sich der Auftragsbestand auf rund 1,1 Mrd. US‑Dollar, ein Plus von etwa 5 % im Jahresvergleich. Die Barmittel von 977 Mio. US‑Dollar verschaffen dem Unternehmen Spielraum, anstehende Entwicklungs- und Produktionsprojekte aus eigener Kraft voranzutreiben.
Operativ meldete Rocket Lab im letzten Quartal eine Rekord-GAAP-Bruttomarge von 37 %. Das zeigt, dass sich die Erweiterung des Geschäftsmodells über den reinen Launch-Bereich hinaus bezahlt machen kann. Gleichzeitig mahnen einige Analysten zur Vorsicht: Die Bewertung setzt bereits hohe Erwartungen an Wachstum und Ausführung voraus.
Das spiegelt sich auch in den Kurszielen wider. Während Morgan Stanley mit 105 US‑Dollar klar auf der positiven Seite steht und Needham ein Ziel von 90 US‑Dollar nennt, liegt das durchschnittliche Analystenziel bei 70,79 US‑Dollar – deutlich unter dem aktuellen Kursniveau. Entweder sind Teile des Marktes mit der Neubewertung nach dem SDA-Auftrag noch nicht nachgezogen, oder ein Teil der Analysten kalkuliert bewusst konservativ und preist mögliche Rückschläge stärker ein.
Charttechnisch hat sich die Dynamik zuletzt enorm beschleunigt: Die Aktie hat sich auf Zwölfmonatssicht nahezu vervierfacht und notiert aktuell bei 96,30 US‑Dollar auf einem frischen 52‑Wochen-Hoch.
Neutron-Rakete als nächster Test
Strategisch fällt der Großauftrag in eine Phase, in der Rocket Lab operativ einen entscheidenden Schritt plant: Im ersten Quartal 2026 steht der kommerzielle Erststart der neuen Neutron-Rakete an. Mit diesem Träger zielt das Unternehmen auf das mittelgroße Segment des Marktes und damit direkt auf das Feld, in dem SpaceX mit der Falcon 9 dominiert.
Der SDA-Vertrag erfüllt dabei gleich zwei Funktionen. Zum einen sichert er zusätzliche, über mehrere Jahre verteilte Erlöse und stützt damit die Planungssicherheit. Zum anderen zeigt er, dass Rocket Lab im umkämpften Markt für verteidigungsnahe Raumfahrtprojekte Fuß fasst und nicht allein von kommerziellen Satellitenstarts abhängig ist.
Interessant ist der Kontrast in den Segmenten: Während der Auftragsbestand im Bereich Space Systems robust wächst, mussten die Launch Services zuletzt einen Umsatzrückgang von 12 % gegenüber dem Vorquartal hinnehmen. Der Markt honoriert offenbar, dass Rocket Lab das schwankungsanfällige Startgeschäft mit margenstärkeren System- und Infrastrukturaufträgen ergänzt.
Ausblick: Viel Vorschuss, hoher Druck
Mit dem SDA-Großauftrag, einem wachsenden Auftragsbestand und der bevorstehenden Neutron-Premiere hat Rocket Lab in den kommenden Monaten mehrere konkrete Katalysatoren vor sich. Kurzfristig richtet sich der Blick vor allem auf zwei Punkte: Zum einen auf die Frage, ob das Unternehmen den ambitionierten Startplan für Neutron im laufenden Quartal einhalten kann, zum anderen auf die weitere Entwicklung der Margen im Space-Systems-Geschäft.
Die aktuelle Marktbewertung spiegelt bereits einen großen Teil der erwarteten Erfolge wider. Gelingt der Neutron-Start planmäßig und ohne größere Rückschläge, wäre das ein wichtiges Signal für die Tragfähigkeit des langfristigen Infrastrukturansatzes. Kommt es dagegen zu Verzögerungen oder operativen Problemen, dürfte die Diskussion um die Angemessenheit der hohen Bewertung deutlich an Schärfe gewinnen.
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