Heidelberger Druckmaschinen liefert operativ wieder bessere Zahlen – doch die Börse schaut gerade woanders hin. Denn ausgerechnet die Auftragslage trübt das Bild und nährt Zweifel an der Auslastung in den kommenden Quartalen. Genau dieser Spagat drückt den Titel zum Wochenstart weiter nach unten.

Starke Marge, aber dünnere Bücher

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2025/26 (1. April bis 31. Dezember 2025) hat das Unternehmen beim Ergebnis sichtbar zugelegt. Der Umsatz stieg, vor allem aber verbesserte sich die Profitabilität – bis hin zur Rückkehr in die schwarzen Zahlen nach Steuern.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Heidelberger Druckmaschinen?

Die entscheidende Frage für Anleger lautet damit: Wie stabil ist dieser Fortschritt, wenn weniger neue Bestellungen nachkommen?

Die wichtigsten Fakten aus den 9-Monats-Zahlen:
- Umsatz: 1,602 Mrd. € (Vorjahr: +6,1%)
- Bereinigtes EBITDA: 114 Mio. € (Vorjahr: 86 Mio. €)
- EBITDA-Marge: 7,1% (Vorjahr: 5,7%)
- Ergebnis nach Steuern: +17 Mio. € (Vorjahr: -42 Mio. €)
- Ausblick: Umsatz von ca. 2,35 Mrd. € bestätigt; EBITDA-Marge bis zu 8% erwartet

Auftragseingang schwächer – und der Bestand schrumpft

Der Markt fokussiert sich heute vor allem auf die Entwicklung der Auftragsbücher. Der Auftragseingang ging in den ersten neun Monaten auf 1,628 Mrd. € zurück (Vorjahr: 1,823 Mrd. €). Das Management verwies dabei unter anderem auf negative Währungseffekte von 46 Mio. €.

Noch sensibler ist der Blick auf den Auftragsbestand: Der sank zum 31. Dezember um rund 12% auf 709 Mio. €. Genau hier entsteht die Sorge, dass die zuletzt bessere Ertragslage bei nachlassender Visibilität schnell wieder unter Druck geraten könnte.

Kursziel runter – Aktie bleibt unter Trendlinien

Passend zur vorsichtigen Marktreaktion hat Warburg Research am Freitag das Kursziel von 2,20 € auf 1,70 € gesenkt und die Einstufung bei „Hold“ belassen. Als Grund nannte die Studie den deutlichen Rückgang des Auftragsbestands – und damit das Risiko für die künftige Auslastung.

Am Markt spiegelt sich das in der kurzfristig schwachen Tendenz wider: Der Kurs liegt heute bei 1,53 €. Auf 30 Tage steht ein Minus von 22,91% zu Buche. Zudem notiert die Aktie klar unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 1,88 € – ein Zeichen, dass der Titel charttechnisch weiter Gegenwind hat.

Unterm Strich bleibt es ein gemischtes Bild: Operativ zeigt Heidelberger Druckmaschinen Fortschritte, doch die schwächere Auftragsdynamik dominiert derzeit die Debatte – und erklärt, warum Kursziele sinken und der Markt trotz Gewinnzone nervös bleibt.

Heidelberger Druckmaschinen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Heidelberger Druckmaschinen-Analyse vom 09. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Heidelberger Druckmaschinen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Heidelberger Druckmaschinen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 09. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Heidelberger Druckmaschinen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...