Roche treibt den Umbau seines Portfolios mit bedeutenden Fortschritten in den USA voran. Während die Gesundheitsbehörde FDA neue Krebstherapien zulässt, bereinigt der Konzern konsequent seine neurologische Pipeline. Kann die starke Onkologie-Sparte die Lücken füllen, die durch strategische Studienabbrüche und bevorstehende Patentabläufe entstehen?

Neue Standards in der Onkologie

Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat am 19. Februar 2026 den Weg für eine neue Standardtherapie bei Blutkrebs geebnet. Die Kombination aus Roches Medikament Venclexta und Acalabrutinib erhielt die Zulassung für zuvor unbehandelte Erwachsene mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL). Es handelt sich um das erste rein orale, zeitlich begrenzte Behandlungsschema für diese Patientengruppe.

Die Entscheidung stützt sich auf klinische Daten der Phase-3-Studie AMPLIFY. Diese belegen ein um 35 Prozent geringeres Risiko für das Fortschreiten der Erkrankung oder den Tod im Vergleich zu einer Standard-Chemotherapie. Parallel dazu rückt eine weitere Zulassung näher: Die FDA akzeptierte den Antrag für Giredestrant zur Behandlung von fortgeschrittenem Brustkrebs. In Studien senkte der Wirkstoff das Sterberisiko bei Patienten mit einer spezifischen ESR1-Mutation um 62 Prozent. Die finale Entscheidung der Behörde wird für den 18. Dezember 2026 erwartet.

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Strategische Neuausrichtung der Forschung

Trotz der Erfolge in der Onkologie zeigt sich Roche bei der Portfolio-Bereinigung kompromisslos. Der Konzern brach die Phase-2-Studie SHIELD DMD zur Behandlung von Duchenne-Muskeldystrophie ab. Laut Unternehmen beruht dieser Schritt nicht auf Sicherheitsbedenken, sondern auf der Einschätzung, regulatorische Erwartungen innerhalb der Zeitpläne nicht mehr erfüllen zu können.

Um die Pipeline langfristig zu diversifizieren und den Verlust von Blockbuster-Patenten aufzufangen, setzt Roche auf neues Führungspersonal. Ab dem 1. Mai 2026 übernimmt der Onkologie-Experte Prof. Mark Dawson die Leitung der Pharma-Forschung (pRED). Er soll insbesondere die Expertise in der Epigenetik ausbauen, um neue Wachstumsimpulse zu setzen.

Charttechnik: Konsolidierung nach Rekordhoch

An der Börse führten die jüngsten Nachrichten zu leichten Gewinnmitnahmen. Nachdem der Titel am Freitag bei 412,00 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch markiert hatte, notiert die Aktie am Montag mit 409,40 Euro knapp unter diesem Niveau.

Trotz des leichten Tagesrückgangs von 0,63 Prozent bleibt die langfristige Tendenz positiv, was ein Plus von knapp 12 Prozent seit Jahresbeginn unterstreicht. Mit einem RSI von 29,1 bewegt sich der Wert aktuell in einer technisch überverkauften Zone. Sollte die Unterstützung im Bereich des 50-Tage-Durchschnitts bei rund 380,58 Euro halten, ist eine Fortsetzung des Aufwärtstrends wahrscheinlich. Nächster wichtiger Termin für Anleger ist die finale FDA-Entscheidung zu Giredestrant im Dezember.

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