Rio Tinto Aktie: Mega-Fusion vom Tisch?
Die Aktie von Rio Tinto geriet am Freitag in Sydney massiv unter Druck und verlor 6,2 Prozent. Der Grund: Der Bergbauriese bestätigte am Donnerstagabend Fusionsgespräche mit Glencore – ein Deal, der den weltgrößten Rohstoffkonzern mit einem Unternehmenswert von über 260 Milliarden US-Dollar schaffen würde.
Doch die Reaktion der Anleger zeigt deutlich: Von Euphorie keine Spur. Während Glencores Papiere nachbörslich auf Tradegate um mehr als 7 Prozent zulegten, strafen Investoren Rio Tinto mit Verkäufen ab. Die Skepsis ist greifbar.
Warum die Börse auf die Bremse tritt
Analysten äußern sich kritisch zur geplanten Fusion. Rio Tinto konzentriert sich aktuell klar auf Eisenerz, Kupfer, Aluminium und neuerdings Lithium – ein übersichtliches Portfolio. Die Integration weiterer Geschäftsbereiche von Glencore würde dieses Bild verwässern. Hinzu kommt: Um die Zustimmung australischer Aktionäre zu gewinnen, müsste das Kohlegeschäft abgestoßen werden. Marktbeobachter fordern daher erhebliche Synergien, um die strategische Verwässerung zu rechtfertigen.
Die Uhr tickt: Rio Tinto muss bis zum 5. Februar um 17 Uhr gemäß britischer Übernahmeregeln entweder ein konkretes Kaufangebot ankündigen oder sein Desinteresse erklären. Glencore selbst betonte, es gebe keine Gewissheit über eine Einigung. Die Gespräche drehen sich um eine Fusion im Aktientausch, bei der Rio Tinto das Schweizer Unternehmen übernehmen würde.
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Kupferfieber als Treiber
Der Hintergrund der wiederaufgenommenen Verhandlungen ist klar: Die Rohstoffmärkte befinden sich im Höhenrausch. Kupfer erreichte diese Woche bei über 13.300 US-Dollar je Tonne ein Rekordhoch. Analysten warnen vor einer spürbaren Knappheit bis 2040. Auch Gold und Silber notieren auf Höchstständen. Der Druck in der Branche, durch Zusammenschlüsse Größenvorteile zu erzielen, steigt massiv.
Konkurrent Anglo American übernahm im Herbst Teck Resources, BHP zeigte wiederholt Interesse an Anglo – scheiterte aber. Die Konsolidierungswelle rollt, doch Rio Tinto scheint von den eigenen Anlegern keine Rückendeckung für diesen Schritt zu bekommen.
Bereits 2014 hatte Rio Tinto ein Fusionsangebot von Glencore abgelehnt. Ob es diesmal anders kommt, bleibt fraglich – die Börse jedenfalls sendet ein deutliches Signal.
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