Rigetti Computing Aktie: Zahlen enttäuschen
Quantencomputing gilt als Technologie der Zukunft, doch die finanzielle Gegenwart bei Rigetti Computing sieht ernüchternd aus. Das Unternehmen legte Zahlen für das vierte Quartal vor, die bei den Umsatzerlösen deutlich hinter den Erwartungen zurückblieben. Während technologische Meilensteine erreicht wurden, reagierte der Markt verschnupft auf die rückläufige Erlösentwicklung.
Umsatzschwäche belastet
Der Blick in die Bücher offenbart das zentrale Problem: Rigetti meldete für das abgelaufene Quartal einen Umsatz von rund 1,9 Millionen Dollar. Damit verfehlte das Unternehmen nicht nur die Analystenschätzung von 2,32 Millionen Dollar, sondern musste auch einen Rückgang von knapp 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum hinnehmen. Dieser Umsatzschwund gilt als Haupttreiber für die jüngste Kursreaktion; die Aktie notierte zuletzt bei 14,60 Euro.
Zwar fiel der Verlust pro Aktie mit 0,03 Dollar etwas geringer aus als von Experten befürchtet, doch dies konnte die Stimmung kaum aufhellen. Der operative Verlust belief sich im vierten Quartal auf 22,6 Millionen Dollar. Für das Gesamtjahr 2025 summierte sich der Umsatz auf lediglich 7,1 Millionen Dollar.
Hoffnung ruht auf neuen Systemen
Das Management versucht nun, den Fokus auf das Jahr 2026 zu lenken und verspricht eine Umsatzbelebung durch den Verkauf der Novera-Systeme. Konkret werden in der ersten Jahreshälfte Erlöse aus zwei On-Premise-Systemen erwartet. Ein Verkauf an eine japanische Forschungseinrichtung soll im April ausgeliefert und im zweiten Quartal umsatzwirksam werden.
Noch gewichtiger ist ein Auftrag aus Indien: Das Centre for Development of Advanced Computing (C-DAC) hat ein 108-Qubit-System im Wert von rund 8,4 Millionen Dollar bestellt. Die Installation ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass der Umsatz erst nach erfolgreicher Installation und Validierung in den Büchern erscheint.
Roadmap bis 2027
Ungeachtet der finanziellen Delle treibt Rigetti seine technologische Entwicklung voran. Priorität hat kurzfristig die interne Bereitstellung des 108-Qubit-Systems "Cepheus-1-108Q", die für Ende März 2026 erwartet wird. Zudem vermeldete das Unternehmen Fortschritte bei der Fehlertoleranz, einem kritischen Faktor für kommerziell nutzbare Quantencomputer.
Die langfristigen Ziele bleiben ambitioniert: Bis Ende 2026 plant Rigetti ein System mit über 150 Qubits, gefolgt von einer Maschine mit mehr als 1.000 Qubits bis Ende 2027. Für Anleger wird entscheidend sein, ob das Unternehmen diese technologische Roadmap zeitnah in verlässliche Einnahmeströme übersetzen kann, insbesondere mit Blick auf die geplante Auslieferung nach Indien in der zweiten Jahreshälfte.
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