Der Spezialchemie-Konzern Lanxess kämpft mit Gegenwind von zwei Seiten. Während die Jahresbilanz 2025 tiefrote Zahlen offenbart, sorgt der vorerst verschobene Verkauf der Envalior-Anteile für zusätzliche Verunsicherung am Markt. Die Aktie notiert mit 12,09 € nur noch hauchdünn über ihrem 52-Wochen-Tief von 12,06 €.

Sparzwang und Stellenabbau

Das Geschäftsjahr 2025 hinterlässt tiefe Spuren in der Bilanz. Der Umsatz schrumpfte um elf Prozent auf 5,67 Milliarden Euro und verfehlte damit die Prognosen der Analysten. Unter dem Strich weitete sich der Verlust massiv auf 577 Millionen Euro aus, nachdem im Vorjahr bereits ein Minus von 177 Millionen Euro zu Buche stand.

Als Reaktion verschärft das Management den Sparkurs. Bis Ende 2028 sollen jährlich 100 Millionen Euro zusätzlich eingespart werden. Diesem Ziel fallen weitere 550 Stellen zum Opfer, wobei der Schwerpunkt auf der Verwaltung in Deutschland liegt. Eine ungewöhnliche Maßnahme flankiert den Abbau: Für tariflich Beschäftigte wurde eine Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden bis zum Jahresende vereinbart.

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Schuldenlast und geplatzte Pläne

Die finanzielle Stabilität bleibt eine Baustelle. Zwar konnte die Nettoverschuldung auf rund 2,02 Milliarden Euro gedrückt werden, doch sie entspricht immer noch dem Vierfachen des bereinigten EBITDA. Ein wichtiger Befreiungsschlag sollte der Verkauf der Anteile am Joint Venture Envalior an den Partner Advent sein. Dieser Plan ist jedoch vorerst gescheitert, da Advent einen Finanzierungsvorbehalt geltend machte. Der erhoffte Mittelzufluss zur weiteren Schuldentilgung bleibt somit aus.

Hoffnung auf das zweite Halbjahr

Für das laufende Jahr 2026 dämpft Vorstandschef Matthias Zachert die Erwartungen. Das bereinigte EBITDA wird in einer Spanne von 450 bis 550 Millionen Euro erwartet. Im Mittel liegt dieser Wert unter dem Ergebnis von 2025 und verfehlt die bisherigen Markterwartungen um rund drei Prozent.

Reicht das geplante Infrastrukturprogramm der Bundesregierung aus, um die schwache Nachfrage in der Chemiebranche im zweiten Halbjahr 2026 aufzufangen? Das Management setzt stark auf diesen externen Impuls, da für das erste Quartal noch keine operative Verbesserung in Sicht ist.

Technisch ist die Aktie nach dem jüngsten Kursrutsch von fast 40 Prozent innerhalb eines Monats stark angeschlagen. Mit einem RSI von 29,3 gilt das Papier zwar als überverkauft, ein stabiler Boden ist angesichts des intakten Abwärtstrends jedoch noch nicht ausgemacht. Die Dividende von zehn Cent je Aktie bietet in diesem Umfeld kaum eine Stütze für den Kurs.

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