Rheinmetall Aktie: Zwei Fronten, ein Ziel
Auf der Messe XPONENTIAL Europe in Düsseldorf zeigt Rheinmetall ab heute sein Portfolio unbemannter Systeme — von Loitering-Munition bis zu Aufklärungssatelliten. Gleichzeitig rückt ein Milliardenprojekt näher: Der Konzern erwartet, noch im Sommer als Generalunternehmer für das Fregattenprogramm F126 der Deutschen Marine unter Vertrag zu kommen.
Drohnen, Satelliten, Roboter auf der XPONENTIAL
Auf der Fachmesse, die erstmals einen Schwerpunkt auf Sicherheit und Verteidigung setzt, präsentiert Rheinmetall Systeme über alle Domänen hinweg. Das Loitering-Munitionssystem FV-014 kombiniert Aufklärung und Präzisionsangriff — der Operator bleibt dabei stets in den Entscheidungsprozess eingebunden. Die Interceptor-Drohne RV-005 wiederum ist als Gegenmaßnahme zu feindlichen Kleindrohnen konzipiert: KI-gestützt neutralisiert sie Ziele per Rammstoß oder Gefechtskopf, auch unter Funkstörungen.
Im Weltraumbereich stellt Rheinmetall SAR-Satelliten vor, die wetterunabhängig hochauflösende Radarbilder liefern. Über das Joint Venture Rheinmetall ICEYE Space Solutions soll eine souveräne deutsche Satellitenkonstellation für Echtzeitaufklärung entstehen.
F126: Vier Jahre Verzug, zehn Milliarden Euro auf dem Spiel
Das größte Neubauprogramm der Deutschen Marine liegt seit Jahren brach. Sechs Fregatten vom Typ F126, spezialisiert auf U-Boot-Jagd, sollten ursprünglich unter der Führung des niederländischen Unternehmens Damen Naval gebaut werden — doch Software-Probleme bei der Übertragung von Konstruktionsplänen an deutsche Werften warfen das Programm um rund vier Jahre zurück.
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Tim Wagner, Chef der neu geschaffenen Division Maritime Systems, erklärte gegenüber der Welt am Sonntag, man rechne damit, den Vertrag als Generalunternehmer im Sommer zu erhalten. Das Beschaffungsamt BAAINBw hat die Bewertungsphase bis Ende April angesetzt. Bis dahin muss der potenzielle Auftragnehmer signalisieren, ob er die künftigen Vertragsbedingungen erfüllen kann.
Der Messeauftritt und das F126-Engagement sind keine Zufälle. Zum 1. Januar 2026 hat Rheinmetall seine Konzernstruktur um neue Segmente erweitert — darunter Air Defence, Digital Systems und Naval Systems. Beide Initiativen sind direkte Ausläufer dieser Neuaufstellung.
Starke Prognose, schwache Kursentwicklung
Für 2026 erwartet Rheinmetall ein Umsatzwachstum von 40 bis 45 Prozent auf 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von rund 19 Prozent. Zahlen, die auf dem Papier beeindrucken. Trotzdem steht die Aktie unter Druck: Nach der jüngsten Ergebnisveröffentlichung reichte die Guidance nicht aus, um die Markterwartungen zu erfüllen — das Papier gab daraufhin deutlich nach und notiert mittlerweile rund 27 Prozent unterhalb seines 52-Wochen-Hochs von 1.995 Euro.
Auf der Hauptversammlung am 12. Mai soll eine Dividende von 11,50 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 vorgeschlagen werden — nach 8,10 Euro im Vorjahr. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von 45,5 Prozent und ist ein klares Signal, dass das Management trotz Kursdruck an einer aktionärsfreundlichen Politik festhält. Ob der erhoffte F126-Vertragsabschluss im Sommer die Stimmung dreht, wird sich spätestens nach dem Ende der Bewertungsphase Ende April zeigen.
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