Rekordwachstum, Milliarden-Backlog — und trotzdem steht die Aktie unter Druck. Rheinmetall präsentiert diese Woche auf der XPONENTIAL Europe 2026 in Düsseldorf sein Portfolio autonomer Systeme, während Anleger die enttäuschende Umsatzprognose noch verdauen.

Neue Systeme auf der Messe

Vom 24. bis 26. März zeigt Rheinmetall auf der Fachmesse für unbemannte Technologien drei Kernsysteme. Das Loitering-Munition-System FV-014 kombiniert Aufklärung und präzisen Angriff in einer tragbaren Einheit. Ergänzt wird es durch den c-UAS Interceptor (RV-005), der feindliche Drohnen per physischer Kollision oder Gefechtskopf neutralisiert — KI-gestützt und störungsfest. Im Weltraumsegment präsentiert das Joint Venture Rheinmetall ICEYE Space Solutions SAR-Satellitentechnologie; Rheinmetall hält 60 Prozent der Anteile. Die Produktion der ersten Satelliten in Neuss soll 2026 beginnen.

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Tochtergesellschaft MIRA GmbH zeigt zudem Teleoperationslösungen für die Echtzeit-Fernsteuerung von Fahrzeugen via 5G — zivil wie militärisch nutzbar. MIRA ist auch am Forschungsprojekt RemODtrAIn beteiligt, das gemeinsam mit Siemens Mobility KI-basierte Hinderniserkennung für die ICE-4-Flotte entwickelt.

Starke Zahlen, schwache Prognose

Der Messeauftritt fällt in eine für die Aktie schwierige Phase. Zuletzt verlor der Titel rund 11 Prozent innerhalb von 30 Tagen und notiert mit 1.505 Euro deutlich unter seinem 52-Wochen-Hoch von 1.995 Euro.

Auslöser ist vor allem die Prognose für 2026: Das Management peilt einen Umsatz von 14,0 bis 14,5 Milliarden Euro an — Analysten hatten rund 15 Milliarden Euro erwartet. Dabei sind die Ausgangszahlen stark: 2025 wuchs der Umsatz um 29 Prozent auf fast 10 Milliarden Euro, die operative Marge lag bei 18,5 Prozent. Der Auftragsbestand belief sich Ende 2025 auf 63,8 Milliarden Euro.

Zusätzlich verzögert sich der geplante Verkauf des Autozuliefergeschäfts. Eine Vertragsunterzeichnung wird frühestens im dritten Quartal erwartet. Zum Jahresbeginn hat Rheinmetall seine Konzernstruktur neu geordnet und drei zusätzliche Segmente etabliert: Air Defence, Digital Systems und Naval Systems — ein klares Bekenntnis zur Ausrichtung als Systemhaus für vernetzte Verteidigung.

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