Schlechte Nachrichten häufen sich bei Kraft Heinz: Gleich mehrere Analysten haben ihre Kursziele innerhalb weniger Tage gesenkt — und das kurz nach dem Scheitern von Fusionsgesprächen mit Unilever. CEO Steve Cahillane, seit Januar im Amt, steht mit seinem 600-Millionen-Dollar-Turnaround unter wachsendem Beobachtungsdruck.

Kursziele fallen auf breiter Front

Am 25. März senkte JP Morgan-Analyst Thomas Palmer das Kursziel erneut — von 22 auf 21 Dollar, bei unverändertem Underweight-Rating. Es ist bereits die zweite Abwärtsrevision seit Februar, als JP Morgan die Aktie von Neutral auf Underweight herabstufte.

TD Cowen ging noch weiter: Analyst Robert Moskow kappte das Ziel von 24 auf 20 Dollar. Damit liegt das neue Ziel unterhalb des jüngsten 52-Wochen-Tiefs der Aktie. Piper Sandler und Wells Fargo hatten ihre Ziele ebenfalls bereits in den vergangenen Wochen gesenkt.

Auslöser der Neubewertungen war das Q4-2025-Ergebnis. Zwar übertraf Kraft Heinz beim Gewinn je Aktie mit 0,67 Dollar die Erwartungen von 0,61 Dollar. Der Umsatz von 6,35 Milliarden Dollar verfehlte jedoch den Konsens leicht und lag 3,4 Prozent unter dem Vorjahreswert. Die Jahresprognose für 2026 — ein EPS zwischen 1,98 und 2,10 Dollar — blieb spürbar hinter den ursprünglichen Analystenerwartungen zurück. Morgan Stanley senkte daraufhin seine Gewinnschätzungen für 2026 und 2027 um jeweils 18 Prozent.

Unilever-Gespräche gescheitert, Umbau pausiert

Zusätzlichen Gegenwind liefert das Scheitern von Fusionsgesprächen mit Unilever. Laut einem Bericht der Financial Times vom 18. März hatten beide Konzerne Optionen für eine Zusammenführung ihrer Lebensmittelmarken sondiert — ein Deal, der Heinz-Ketchup und Hellmann's Mayonnaise unter ein Dach gebracht hätte. Die Gespräche sind inzwischen beendet.

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Sie fanden offenbar statt, bevor Kraft Heinz im Februar seine geplante Aufspaltung auf Eis legte. Stattdessen setzt Cahillane nun auf einen internen Umbau: 600 Millionen Dollar fließen in Marketing, Vertrieb und Forschung, die F&E-Ausgaben sollen 2026 um 20 Prozent steigen. Neue Produkte wie ein proteinreiches Kraft Mac & Cheese oder ein zuckerarmes Capri-Sun-Getränk sollen angeschlagene Marken stärken.

Morgan Stanley-Analystin Megan Alexander Clapp sieht zwar durch die Berkshire-Hathaway-Unterstützung gewisse Stabilität, betont aber die weiterhin geringe Visibilität für eine nachhaltige Trendwende.

Erster Test am 28. April

Die Aktie notiert aktuell bei rund 18,74 Euro und damit deutlich unterhalb ihrer gleitenden Durchschnitte — ein Spiegelbild der anhaltenden Skepsis. Am 27. März erhalten Aktionäre immerhin die reguläre Quartalsdividende von 0,40 Dollar je Aktie.

Den ersten echten Belastungstest für Cahillanes Strategie liefern die Quartalszahlen am 28. April 2026. Dann wird sich zeigen, ob die erhöhten Investitionen erste messbare Wirkung entfalten — oder ob die Analysten mit ihrer Skepsis recht behalten.

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