Rheinmetall Aktie: Starker Rückenwind
Ein politischer Vorstoß aus Washington sorgt für neue Dynamik im Rüstungssektor. Die von US-Präsident Donald Trump geforderte massive Erhöhung des Verteidigungsetats für 2027 treibt Fantasie in die Kurse – und Rüstungstitel wie Rheinmetall profitieren besonders deutlich. Zugleich signalisieren deutsche Industriedaten, dass die höheren Budgets inzwischen in realen Aufträgen ankommen.
Politischer Impuls und Branchenfantasie
Trump verlangt für das Haushaltsjahr 2027 eine Erhöhung des US-Verteidigungsbudgets auf 1,5 Billionen US‑Dollar. Die bisherigen Planungen lagen bei rund einer Billion Dollar. Diese Größenordnung hat unmittelbar eine Kettenreaktion an den globalen Börsen ausgelöst.
Marktteilnehmer werten den Vorstoß als Signal für einen länger anhaltenden Verteidigungszyklus. Die Erwartung: Wenn die USA so deutlich vorlegen, geraten auch europäische NATO-Partner stärker unter Druck, ihre Verteidigungsausgaben weiter zu erhöhen. Rheinmetall als einer der zentralen Ausrüster in Europa steht damit im Mittelpunkt dieser Entwicklung.
Der Aufwärtstrend im Kurs spiegelt diese Einschätzung wider. Auf Jahressicht hat sich der Aktienpreis um mehr als 180 Prozent erhöht, zuletzt lag der Wert bei rund 1.856 Euro und damit klar über den wichtigen mittelfristigen Durchschnittslinien. Der Relative-Stärke-Index von über 80 signalisiert dabei bereits ein heiß gelaufenes Niveau.
Wichtige Kennzahlen im Überblick:
- Kurs zuletzt: 1.856,50 Euro
- Performance 12 Monate: +186,23 %
- Abstand zum 52‑Wochen-Hoch (1.995 Euro): rund –7 %
- Abstand zum 50‑Tage-Durchschnitt: +15,6 %
- Volatilität (30 Tage, annualisiert): gut 80 %
Analysten bleiben zuversichtlich
Trotz der starken Kursentwicklung sehen mehrere Research-Häuser weiteres Potenzial. Morningstar zählt Rheinmetall in einer Analyse vom 9. Januar 2026 zu den „Top Picks“ im Industriesektor für das erste Quartal. Begründung: Aus Sicht der Analysten notiert die Aktie noch mit einem Abschlag von rund 18 Prozent auf den ermittelten fairen Wert. Hervorgehoben wird insbesondere der breite „ökonomische Burggraben“ – also die starke Wettbewerbsposition.
Auch die DZ BANK hält an ihrem positiven Urteil fest. Die Experten bestätigten am 8. Januar 2026 ihr Kaufvotum, passten das Kursziel jedoch leicht nach unten an:
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- Votum: Kaufen (bestätigt)
- Neues Kursziel: 2.290 Euro (zuvor 2.385 Euro)
- Begründung: strategische Fokussierung auf Verteidigungstechnik und geplanter Verkauf des zivilen Geschäfts
Auf Konsensebene dominiert ein klar positives Bild: Von 11 beobachtenden Analysten empfehlen derzeit 10 den Kauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 2.177 Euro und signalisiert damit vom aktuellen Kursniveau aus rechnerisch noch ein zweistelliges Aufwärtspotenzial.
Industrieaufträge untermauern die Story
Neben der politischen Großwetterlage liefern auch harte Daten aus der Realwirtschaft Argumente für die Rally. Die deutschen Industrieaufträge stiegen im November 2025 gegenüber dem Vormonat um 5,6 Prozent. Besonders stark entwickelte sich der Bereich „Sonstiger Fahrzeugbau“, zu dem auch Militärfahrzeuge zählen, mit einem Plus von 12,3 Prozent.
Ökonomen sehen darin ein Indiz, dass die angekündigten und beschlossenen Erhöhungen der Verteidigungsbudgets zunehmend in konkrete Bestellungen münden. Für einen Rüstungskonzern wie Rheinmetall bedeutet dies eine besser sichtbare Auftragsbasis und planbarere Kapazitätsauslastung – ein wichtiger Punkt, um einen ambitionierten Kurs zu rechtfertigen.
Fazit: Starker Trend mit klaren Treibern
Die Rheinmetall Aktie profitiert aktuell von einem Zusammenspiel aus politischen Entscheidungen, einem strukturell aufgeladenen Sektor und robusten Auftragsdaten. Die Forderung nach einem US-Verteidigungsetat von 1,5 Billionen Dollar verstärkt die Erwartung dauerhaft höherer Militärausgaben, während die deutschen Industrieaufträge zeigen, dass sich diese Entwicklung bereits in der Produktion niederschlägt.
Mit einer Marktkapitalisierung von rund 86 Milliarden Euro hat sich Rheinmetall zu einem Schwergewicht im DAX entwickelt. Solange die politischen Signale und die industriellen Daten in dieselbe Richtung zeigen und die strategische Fokussierung auf Verteidigung wie geplant umgesetzt wird, bleibt der Aufwärtstrend fundamental gut untermauert – auch wenn die hohe Volatilität deutlich macht, dass der Weg dorthin nicht geradlinig verlaufen muss.
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