Rheinmetall Aktie: Weltraum-Coup geplant
Der Düsseldorfer Rüstungskonzern startet seine bisher ambitionierteste Offensive: Gemeinsam mit dem Bremer Raumfahrtspezialisten OHB will sich Rheinmetall ein Satelliten-Netzwerk für die Bundeswehr im Wert von bis zu zehn Milliarden Euro sichern. Das Projekt könnte den Konzern vom reinen Panzerbauer zum Systemhaus für vernetzte Kriegsführung transformieren.
Die wichtigsten Fakten
- Kooperation bestätigt: Rheinmetall und OHB bereiten gemeinsame Bewerbung für "SATCOMBw Stufe 4" vor
- Projektvolumen: Bis zu 10 Milliarden Euro für satellitengestützte Kommunikationsinfrastruktur
- Technologische Breite: Jüngster Drohnen-Auftrag (300 Mio. Euro) unterstreicht Systemkompetenz
- Marktreaktion: OHB-Aktie sprang bereits 30 Prozent, Rheinmetall konsolidiert bei 1.849 Euro
Deutsches Starlink für die Bundeswehr
Mit "SATCOMBw Stufe 4" plant die Bundeswehr den Aufbau einer eigenen, souveränen Satelliten-Kommunikation. Panzer, Schiffe und Soldaten sollen weltweit vernetzt werden – unabhängig von ziviler Infrastruktur. Für Rheinmetall bedeutet das eine fundamentale Erweiterung der Wertschöpfungskette: Vom Hardware-Lieferanten zum Anbieter der kompletten digitalen Backbone moderner Streitkräfte.
Der Zeitpunkt der Kooperation ist strategisch gewählt. Im November 2025 sicherte sich der Konzern bereits einen Auftrag über Kamikaze-Drohnen im Wert von rund 300 Millionen Euro – Teil eines 900-Millionen-Rahmens. Diese Erfolge im Bereich unbemannter Systeme ergänzen nun die Weltraum-Ambitionen perfekt.
Vom Panzer zum Multi-Domain-Player
Die Kombination aus bodengebundenen Waffensystemen, Drohnentechnologie und eigener Satelliten-Infrastruktur würde Rheinmetall ein Alleinstellungsmerkmal in Europa verschaffen. Während Wettbewerber auf einzelne Segmente spezialisiert bleiben, könnte der Düsseldorfer Konzern künftig die gesamte Kette vernetzter Kriegsführung abdecken.
Der Aktienkurs hat diese Perspektive teilweise vorweggenommen: Mit einem Plus von 152 Prozent über zwölf Monate und 16 Prozent seit Jahresanfang zeigt die Rheinmetall-Aktie außergewöhnliche Stärke. Nach dem gescheiterten Ausbruch über die 2.000-Euro-Marke Ende September konsolidiert der Titel aktuell, notiert aber weiterhin deutlich über den gleitenden Durchschnitten.
Charttechnik: Luft nach oben
Der Widerstandsbereich zwischen 1.966 und 2.000 Euro bleibt die entscheidende Hürde. Ein nachhaltiger Ausbruch könnte neue Kursfantasie freisetzen, zumal der RSI mit 83,7 zwar überkaufte Verhältnisse anzeigt, der langfristige Aufwärtstrend aber intakt bleibt. Die erhöhte Volatilität von knapp 80 Prozent spiegelt dabei die Nervosität wider, mit der Investoren auf neue Nachrichten aus dem Weltraum-Projekt reagieren dürften.
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