Rheinmetall Aktie: Nächster Millionen-Auftrag
Die Papiere des Düsseldorfer Rüstungskonzerns kennen seit Monaten scheinbar nur eine Richtung: steil nach oben. Doch trotz einer frischen Bestellung der Bundeswehr gönnt sich der Kurs am Freitag eine minimale Verschnaufpause. Angesichts der enormen Rallye der letzten zwölf Monate stellt sich die Frage: Ist dies eine gesunde Konsolidierung oder wird die Luft auf diesem Niveau allmählich dünn?
Die wichtigsten Fakten:
- Neuer Auftrag: 118,5 Millionen Euro für Puma-Simulatoren
- Performance 12 Monate: +187,93 %
- Technische Lage: RSI mit 83,7 im überkauften Bereich
- Zukunftsprojekt: Entwicklung von Langstreckendrohnen bis 2029
Bundeswehr bestellt Ausrüstung für 118,5 Millionen Euro
Operativ läuft es für Rheinmetall weiterhin rund. Der Konzern sicherte sich einen Vertrag über neun Ausbildungssysteme (AGSP) für den Schützenpanzer Puma. Das Auftragsvolumen, das direkt auf Rheinmetall entfällt, liegt bei rund 118,5 Millionen Euro.
Die Abwicklung läuft über die PSM GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen mit KNDS. Die Simulatoren sollen ab Mitte 2027 ausgeliefert werden und ein vernetztes, hochrealistisches Training ermöglichen. Der Deal unterstreicht, dass die Modernisierung der deutschen Streitkräfte sukzessive in den Auftragsbüchern der Industrie ankommt.
Geopolitik treibt den Sektor
Dass die Aktie trotz der positiven Nachricht heute leicht um 0,27 Prozent auf 1.867,50 Euro nachgibt, dürfte Gewinnmitnahmen geschuldet sein. Mit einem Kursplus von über 17 Prozent allein seit Jahresbeginn und einem RSI von 83,7 ist das Papier technisch stark überhitzt.
Fundamental bleibt das Umfeld jedoch stützend. Berichte über massive Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur halten das Bewusstsein für Verteidigungsausgaben hoch. Zudem sorgen Spekulationen über eine mögliche Erhöhung des US-Verteidigungsbudgets auf 1,5 Billionen Dollar im Jahr 2027 für Fantasie im gesamten Sektor.
Blick auf neue Technologien
Neben dem klassischen Geschäft mit Panzern und Munition positioniert sich Rheinmetall zunehmend bei modernen Waffensystemen. Aktuell läuft die Bewerbung um die Entwicklung einer neuen Langstreckendrohne ("Deep Strike Drone") für die Bundeswehr.
Hier tritt der Konzern gemeinsam mit dem US-Tech-Unternehmen Anduril an. Ziel ist eine Einsatzfähigkeit bis zum Jahr 2029. Sollte Rheinmetall den Zuschlag erhalten, würde dies das Portfolio strategisch wichtig erweitern und die Abhängigkeit von konventionellen Landsystemen verringern.
Für Anleger bleibt die Situation ambivalent: Die Auftragsbücher sind prall gefüllt und die geopolitische Lage sichert die Nachfrage auf Jahre. Kurzfristig deutet der hohe RSI jedoch auf eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für weitere Konsolidierungen hin, bevor der langfristige Aufwärtstrend wieder aufgenommen werden kann.
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